Video

SK Telecom T1 gewann am vergangenen Wochenende die League of Legends-WM und baute somit den Vorsprung als Rekordmeister auf: Dreimal gewann SKT die Worlds.

Die Konstanten, welche das Werksteam des südkoreanischen Telekommunikationsgiganten auch schon 2013 und 2015 zum Sieg führten, sind drei Personen: Mid-Laner "Faker", Jungler "bengi" und Head Coach "kkOma".

Eben diese drei Schlüsselakteure bewiesen über die letzten Jahre beeindruckende Flexibilität, denn in jedem Jahr dominierte SK Telecom T1 mit einem anderen Spielstil.

Season 3: Faker und Piglet dominieren

2013 war das Jahr, in dem die League of Legends-Welt lernen musste, was Fans von StarCraft II bereits wussten: Südkoreanische eSports-Teams sind nicht zu unterschätzen.

Faker ist der beste League of Legends-Spieler der Welt © Riot Games

In diesem Jahr spielte sich SKT dominant durch die Gruppenphase sowie das Viertelfinale. Im Halbfinale traf man auf die Landsmänner von NaJin Black Sword und es wurde eng: Mit 3:2 konnte sich Fakers Team ins Endspiel retten. Dort gewann man wieder dominant mit 3:0. 

Spielerisch zeigte SK Telecoms Jungler bengi damals, was man heute als Stereotyp für die Aufopferung für den Mid-Laner kennt. Die Championauswahl lag bei Picks wie Lee Sin und Jarvan, die gut mit den Control-Mages von Faker, schon damals gerne mit Orianna unterwegs, synergierten.

Abseits der Mid-Jungle-Dynamik hatte SK Telecom T1 noch eine weitere große Bedrohung für Kontrahenten in petto: Der damalige SKT-AD-Carry Piglet war 2013 in seiner Höchstform und teilte auf Champions wie Ezrael, Corki und Vayne massiv hohen Schaden aus. Seine KDA war mit 9,73 die beste im Turnier.

Video

Season 5: MaRin als Fokuspunkt

Auch, wenn er weiter als bester Spieler der Welt galt - Faker war 2015 nicht der Schlüsselspieler bei SK Telecom T1. Im Gegenteil, er wurde durch den begnadeten Ersatz-Mid-Laner Easyhoon sogar ersetzbar und nahm nicht einmal an allen Partien teil.

Das Meta-Game drehte sich zu dieser Zeit um die Top-Lane und darauf war SKT auch personell eingestellt. Mit MaRin züchtete man einen Carry abseits der Mid- oder Bot-Lane heran, welcher auf einmal viele Ressourcen genießen durfte. 

Vergleicht man, wie sehr sich die jeweiligen Mid-Laner für diesen Zweck zurückhielten, wird man vielleicht überrascht: Während Easyhoon 433 Gold pro Minute sammelte, also einen großen Teil vom Kuchen abbekam, fand sich Faker mit nur 396 Gold pro Minute ab.

Season 6: Die Last auf Bang

Bei diesem Worlds wirkte Faker verwundbarer denn je und auch in der Community wurden immer mehr Zweifler laut, die an seinem Status als besten Spieler der Welt zweifelten.

Nicht nur in der Community war er diesmal ein Magnet: Alle Kontrahenten machten es sich zur Mission, den Mid-Laner aus dem Spiel zu nehmen. Mit 51 Deaths führt Faker nach dem Turnier sogar eine Negativ-Statistik an.

Nichtsdestotz bewies der Südkoreaner wieder einmal Brillanz. Faker zog auf Control-Mages wie Orianna oder Viktor sein Spiel durch und war in späten Spielsituationen meist trotz der Rückschläge fähig, seine Aufgaben zu erledigen. Derweil war Bang häufig entlastet, um mit Champions wie Jhin, Ezrael oder Ashe seine Power-Spikes zu erreichen. Und so sammelte Bang mit 87 die meisten Kills im Turnier.

Selbst Teams wie die ROX Tigers und Samsung Galaxy waren nicht fähig, sowohl Faker als auch Bang unschädlich zu machen. Für SKT war es dennoch der bislang schwierigste WM-Titel.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel