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Publikumsliebling xPeke steht vor dem bitteren Gang in die Challenger Series © Riot Games

Berlin - Am Donnerstag steht für Origen und Giants Gaming ein Schicksalsspiel an. Der Verlierer steigt aus der EU LCS in die Challenger Series ab.

Wie im Fußball geht es am Ende einer Saison bzw. eines Splits nicht nur um Titel und Erfolge, sondern auch gegen den Abstieg. Mit Origen und Giants Gaming kämpfen am Donnerstag zwei Organisationen in Europa gegen den Super-GAU.

Ein leiser Abgang?

Origen entstand vor dem Spring Split 2015 als eigenes Projekt der spanischen Legende xPeke, der zuvor mehrere Jahre bei Fnatic gespielt hatte und auf einige Titel zurückblicken kann. Das Lineup, bestehend aus dem Mid-Laner sowie erfahrenen Akteuren wie sOAZ und Amazing, spielte sich ohne Probleme in den Summer Split der EU LCS, anschließend zweimal ins Finale der LCS und 2015 ins WM-Halbfinale.

Zum zweiten Mal steht Origen im Promotion-Turnier, jedoch sind die Vorzeichen nun gänzlich anders, als noch im Sommer: Die individuelle Klasse des Lineups ist deutlich niedriger und dem Team gelang während der regulären Saison kein einziger Erfolg.

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Die positiven Punkte von Origen können ohne Probleme an einer Hand abgezählt werden, die negativen hingegen sind massenhaft vorhanden. Im Team von xPeke gab es im Spring Split nur einzelne Lichtblicke – den ein oder anderen Auftritt des deutschen Rookies Satorius oder von Mid-Laner NaeHyun.

Insgesamt spricht so gut wie alles für den Abstieg. Selbst den größten Optimisten dürfte es, angesichts der bisherigen Auftritte, schwerfallen, an einen Klassenerhalt von Origen zu glauben. Wie gravierend dieser für xPeke, die einstige Lichtfigur der europäischen Szene, sein könnte, ist unklar.

Die LCS ist im Vergleich zur Challenger Series finanziell um ein Vielfaches lukrativer und selbst der direkte Wiederaufstieg wäre alles andere als sicher. Schalke 04 dient hierbei als negatives Beispiel, dass ein schlechter Tag die gesamte Arbeit eines Splits zunichtemachen kann.

Memento als Schlüssel

Giants Gaming hingegen gehört zu den Gründer-Organisationen der EU LCS, stieg nach dem Spring Split 2013 allerdings ab und kehrte erst Ende 2014 wieder in die höchste Spielklasse zurück. Im Sommer 2015 und 2016 konnte das Team sogar in die erste Runde der Playoffs einziehen.

Mit Night hat die spanische Organisation den Rookie des vergangenen Splits in den eigenen Reihen, doch dieser konnte lange nicht so überzeugen, wie noch im Sommer. Jungler Memento sorgte meistens für die wenigen Lichtblicke seines Teams.

Dem Schweden gelang es mehrfach in diesem Split, einen riskanten Baron-Call des Gegners zu bestrafen und das neutrale Objective zu klauen. Angesichts der Tatsache, dass Origen nicht in der Lage ist, sauber zu spielen, ist ein derartiges Szenario am Donnerstag durchaus denkbar.

Ohne Zweifel wird Memento der Schlüssel für Giants Gaming sein. Der Jungler könnte mit aggressiven Champions die unsicheren Lanes von Origen früh unter Druck setzen und das mental angeschlagene Lineup rasch aus der Fassung bringen.

Wie gut das Team einen Game-Plan allerdings umsetzen kann, muss noch abgewartet werden. Wie für Origen steht auch für Giants Gaming, dessen LCS-Team mit Abstand die wichtigste Einkommensquelle darstellt, eine Menge auf dem Spiel. Ein Abstiegskrimi ist somit vorprogrammiert.

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