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1860 Muenchen v Karlsruher SC  - 2. Bundesliga
Geschockt: Daniel Adlung (2.v.l.) wechselte 2013 von Energie Cottbus zu 1860 München © Getty Images

München - Das Trainerdebüt von Benno Möhlmann bei 1860 München geht daneben. Nach der Pleite gegen den Karlsruher SC sind die Löwen auch nach elf Zweitliga-Spielen weiter sieglos.

Nach seinem ernüchternden Premiere sprach Benno Möhlmann gleich einmal Klartext. "Wir waren nicht mutig und entschlossen genug. Das war zu wenig", kritisierte der neue Trainer von 1860 München nach dem vermeidbaren 0:1 gegen den Karlsruher SC. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für den krisengeplagten Zweitligisten fand damit eine bislang überaus enttäuschende Saison ihre Fortsetzung. Statt Schwung aus dem Wechsel an der Seitenlinie mitzunehmen, sieht vieles nach einem neuerlichen Existenzkampf aus. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

"Natürlich hätte ich mir meinen Einstand besser vorgestellt und es wäre auch mehr möglich gewesen", sagte Möhlmann, den irgendwie passend zu diesem tristen Montagabend ein Magen-Darm-Infekt plagte.

Kein Sieg, sechs Remis, fünf Niederlagen, Rang 17 - so stellt sich die miserable Bilanz des Meisters von 1966 dar. Unter dem in der Ligapause geschassten, aber beliebten Torsten Fröhling hatte es zuletzt noch vier Unentschieden am Stück gegeben.

Dank an Fröhling

Die Löwen-Fans dankten dem Ex-Coach gegen den KSC nochmals per Transparent "für Einsatz und Loyalität".

Um nicht wie im vergangenen Sommer unter Fröhling wieder eine Zitterpartie um den Klassenverbleib zu erleben, braucht Möhlmann nun möglichst schnelle Lösungen.

"Uns haben einfach die Mittel gefehlt, um uns entscheidend durchzusetzen", sagte der 61-Jährige, dem als nächstes ein Auswärtsspiel bei seinem Ex-Verein SpVgg Greuther Fürth bevorsteht.

Bei seinem 502. Zweitligaeinsatz als Trainer hatte Möhlmann überraschend einige Talente in die Startelf befördert, darunter in Erwin Taffertshofer (20) und Sertan Yegenoglu (20) zwei Debütanten. Dem ansonsten ordentlichen Yegenoglu unterlief vor entscheidenden Tor durch Erwin Hoffer (33.) ein schwerer Patzer.

"Bringt nichts nachzutrauern"

"Ich habe ihm gesagt, dass es nichts bringt, dieser Szene nachzutrauern", sagte Möhlmann.

Unterm Strich waren die Sechziger nicht in der Lage, den verletzungsbedingten Verlust einiger Stammspieler aufzufangen und befinden sich in einer "beschissenen Lage", wie es Torwart Vitus Eicher drastisch beschrieb.

Aus seiner Sicht brauchen die Münchner "schnell einen Sieg, damit das Selbstvertrauen zurückkehrt". Möhlmann ist da durchaus zuversichtlich: "Ich habe das Spiel trotzdem nicht so schlecht gesehen, dass man jetzt den Kopf in den Sand stecken muss."

Befreiungsschlag für den KSC

Für den KSC und Trainer Markus Kauczinski war der dritte Saisonerfolg ein Befreiungsschlag, mit dem die Badener sich erst einmal deutlich von den direkten Abstiegsplätzen absetzten.

"Wir haben die Führung leidenschaftlich verteidigt, ohne dass wir überzeugen konnten", sagte Kauczinski, der seinen Job zum Saisonende aufgibt: "Diesmal waren wir sicher nicht die bessere Mannschaft, haben aber die drei Punkte."

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