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Rachid Azzouzi (l.) sucht den perfekten Fortuna-Trainer. Wird es Christoph Daum, Jos Luhukay oder Holger Stanislawski (v.l.)? © SPORT1-Montage: Paul Hänel

München - Fortuna Düsseldorf befindet sich in Abstiegsgefahr und ist auf Trainersuche. Es gibt klare Topkandidaten. Sportchef Rachid Azzouzi wird den neuen Mann in dieser Woche präsentieren.

Bei Fortuna Düsseldorf sucht man momentan vergeblich nach Positivem.

Trainersuche, Abstiegsgefahr und Ärger um den "Fall Kerem Demirbay". Der Spielmacher hatte von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beim 2:1-Sieg beim FSV Frankfurt die Gelb-Rote Karte gesehen und die Schiedsrichterin daraufhin mit dem Spruch "Frauen haben im Fußball nichts zu suchen" beleidigt.

Über die Gelb-Rot-Sperre hinaus wird Demirbay weitere drei Spiele fehlen. Fortuna legte Einspruch gegen das Urteil ein.     

Ärgerlich, sicher, aber die größte Baustelle ist die Trainersuche. Der Verein steht nach der Entlassung von Ex-Coach Frank Kramer vor zwei Wochen weiter ohne einen neuen Cheftrainer da. Am Montag wird Peter Hermann wie schon beim FSV als Interimstrainer auf der Fortuna-Bank sitzen. Es wird allerdings sein letztes Spiel in dieser Funktion sein.

Nach der Partie zu Hause gegen Eintracht Braunschweig (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) wird Fortunas Sportdirektor Rachid Azzouzi dann die finalen Verhandlungen mit einem Nachfolger für Kramer angehen. Nach SPORT1-Informationen wird der neue Mann frühestens Mitte der Woche präsentiert.

Es gibt es zwei heiße Kandidaten: Holger Stanislawski und Jos Luhukay. Beide haben gute Chancen, neuer Fortuna-Coach zu werden.

Daum winkt ab

Auch Christoph Daum soll ein Kandidat sein. Das berichtet die WZ. Die Verantwortlichen von Fortuna sollen sich mit dem 62-Jährigen in einem Düsseldorfer Hotel getroffen haben. Doch Daum winkt ab. "Ich habe mich mit meinem Freund Volker Klas getroffen, er ist ein langjähriger Freund. Es hat nichts mit Fortuna Düsseldorf zu tun."

Bis März 2014 war Daum als Trainer beim türkischen Erstligisten Busaspor tätig. Seitdem ist der ehemalige Meistercoach des VfB Stuttgart ohne Job. 

Auch mit Stanislawski gab es ein Treffen, und der 46-Jährige zeigt Interesse an der Aufgabe. Luhukay liebäugelt eigentlich mit der Bundesliga. Wie SPORT1 weiß, hat Luhukay auf den Job beim VfB spekuliert. Doch dort hält Sportvorstand Robin Dutt an Interimstrainer Jürgen Kramny fest - erst einmal bis zum Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05.

Was für Düsseldorf spricht: Luhukay hätte es von seinem Haus in den Niederlanden nicht weit bis nach Düsseldorf.

Stanislawski zuletzt in Köln

Stanislawski war zuletzt in der Saison 2012/2013 Trainer des 1. FC Köln, bat aber dort einen Tag vor Saisonende um Auflösung seines Vertrags.

Im Juni 2014 übernahm er gemeinsam mit Alexander Lass, einem ehemaligen Spieler des Hamburger SV, die Geschäftsführung eines REWE-Centers im Hamburger Stadtteil Winterhude. Er schloss jedoch nicht aus, wieder als Trainer in den Profifußball zurückzukehren.

Seit August 2015 ist Stanislawski zudem als Fußball-Experte für das ZDF tätig. Wie SPORT1 erfuhr, will Stanislawski beide Jobs jetzt für Fortuna aufgeben.

Vor seinem Engagement in Köln arbeitete Stanislawski bei 1899 Hoffenheim (2011/2012) und dem FC St. Pauli (2006 bis 2011).

Fest steht: Der neue Trainer muss den Erfolg zur Fortuna zurückbringen, ansonsten dürfte es auch für Azzouzi ungemütlich werden. Er ist lange genug im Geschäft, um das nicht selbst zu wissen.   

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