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Michel Platini
Michel Platini ist zuletzt ins Zwielicht geraten © Getty Images

Der ins Zwielicht geratene UEFA-Boss Michel Platini kann sich im Kampf um das Präsidentenamt beim Fußball-Weltverband FIFA weiter auf die "volle Unterstützung" des englischen Verbandes FA verlassen.

In einer Mitteilung hieß es, dass die Ereignisse der vergangenen Tage zwar "vollständig aufgeklärt werden müssen, am Standpunkt der FA aber nichts geändert hätten".

FA-Präsident Greg Dyke gilt als großer Befürworter Platinis und hatte schon nach dessen offizieller Ankündigung, FIFA-Präsident Joseph S. Blatter beerben zu wollen, seine Sympathie zu Platini zum Ausdruck gebracht.

"Wir haben eine gute Beziehung mit ihm und hoffen, dass er die nötige globale Unterstützung erhält, um eine neue FIFA während der schwierigsten Phase ihrer Geschichte zu führen", hatte Dyke Ende Juli erklärt.

Platini strebt nach der Macht

Platini (60) war in Verruf geraten, weil in der Strafanzeige gegen Blatter, die den Weltverband ins Chaos gestürzt hatte, von einer "treuwidrigen" Zahlung in Höhe von zwei Millionen Schweizer Franken die Rede ist, die Anfang 2011 auf Platinis Konto landete.

Die Ermittler gehen von Schmiergeld aus, weil der Franzose seinen einstigen Ziehvater Blatter bei der Präsidenten-Wahl im gleichen Jahr unterstützt hatte. Platini streitet nicht die Zahlung, allerdings den Verwendungszweck vehement ab.

Trotz der drohenden Sanktionen durch die FIFA-Ethikkommission - in der Schweiz wird angeblich sogar ein Strafverfahren vorbereitet - strebt Platini indes weiter nach der Macht.

"Ich bin immer noch entschlossen, für das Präsidenten-Amt der FIFA zu kandidieren, damit ich die Führungsreformen, die zur Wiederherstellung der Ordnung und Glaubwürdigkeit des Weltfußballs notwendig sind, veranlassen kann", sagte Platini der Nachrichtenagentur AFP.

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