vergrößernverkleinern
Schwere Zeiten für DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (r.), hier mit Amtsvorgänger Theo Zwanziger
Schwere Zeiten für DFB-Präsident Wolfgang Niersbach (r.), hier mit Amtsvorgänger Theo Zwanziger © Getty Images

Unmittelbar nach seiner Ernennung zum Generalsekretär soll der heutige DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die pikante Steuererklärung unterschrieben haben - obwohl das sein Vorgänger schon rund zwei Jahre zuvor hätte tun können.

Nächste Episode in der Affäre um die WM-Vergabe 2006:

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat Wolfgang Niersbach in seiner Funktion als damaliger DFB-Generalsekretär die betreffende Steuererklärung unterschrieben, weshalb nun gegen den aktuellen DFB-Präsidenten wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt wird.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte eine 6,7-Millionen-Euro-Überweisung seines WM-Organisationskomitees an die FIFA aus dem Jahr 2005 in seiner Steuererklärung für 2006 geltend gemacht, obwohl das Geld als Betriebsausgabe für das Kulturprogramm der Eröffnungsfeier gekennzeichnet worden war, das es nie gab.

Niersbach soll das Dokument dann allerdings erst im Herbst 2007 unterschrieben haben, nur wenige Tage nach seiner Ernennung zum Generalsekretär (26. Oktober 2007).

Pikant überdies: Dem Bericht zufolge hatte Niersbachs Vorgänger als Generalsekretär, Horst R. Schmidt, zusammen mit dem damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger die Zahlung bereits im Jahr 2005 genehmigt. Dass die Steuererklärung dann erst mit rund zweijähriger Verspätung abgegeben wurde, sorgte in DFB-Kreisen laut SZ seinerzeit für "Verwunderung".

Unbeantwortet im Raum steht damit die Frage, warum Schmidt das Dokument nicht selbst unterschrieb, sondern diese Aufgabe seinem Nachfolger Niersbach überließ.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel