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Im Volkswagen Doppelpass äußert sich FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl offen über einen möglichen Abschied aus Ingolstadt und Gespräche mit anderen Vereinen.

Ralph Hasenhüttl, Trainer des FC Ingolstadt, hat im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 erstaunlich ehrlich über seine Zukunft gesprochen und offen einen Abschied als Möglichkeit angedeutet.

"Wenn man ein Gefühl darüber bekommen will, was in Zukunft passiert, ist es auch legitim, den Verein darüber zu informieren, wie es weitergeht und sich danach vielleicht auch das ein oder andere anzuhören", sagte Hasenhüttl.

"Das ist glaube ich bei jedem Arbeitnehmer so, wenn er das Gefühl hat, man hat hier seinen Job erledigt und möchte sich verändern, dass er sich überlegt: 'Okay, was gibt es noch in diesem Bereich, wo kann ich mich noch weiterentwickeln?'"

Grundsätzlich sei es "als Trainer so, dass man das sehr lange wegblockt. Man hat eine Aufgabe, einen Vertrag bei einem Verein und das füllt einen auch ziemlich aus. Da möchte man auch nicht abgelenkt werden durch irgendwelche Nebengeräusche. Dafür hat man einen Berater, der das so lange wegblockt, bis man seine Saisonziele erreicht hat", erklärte der Österreicher.

"Bin keiner, der pokert"

Dass sich ein Trainer irgendwann Gedanken über seine Zukunft mache, sei für ihn völlig normal: "Nichts ist für ewig. Wir Trainer sind alle ehrgeizig, wir wollen alle möglichst in die Champions League und möglichst noch einen Titel gewinnen", meinte der 48-Jährige.

"Wenn Länderspielpause ist und ich meine Saisonziele so gut wie erreicht habe, dann sollte es mir gestattet sein, mir auch etwas anderes anzuhören. Wenn der Verein um mich kämpft, ist es die größte Wertschätzung, die mir entgegen gebracht werden kann."

Sein Verhältnis zu den Verantwortlichen beim FCI beschreibt Hasenhüttl als solches, zwischen das "kein Blatt dazwischen" passe.

Er betonte auch, dass er stets mit offenen Karten spiele: "Leipzig war das einzige Gespräch, das die Öffentlichkeit mitbekommen hat. Es war in einem öffentlichen Lokal, von daher musste man davon ausgehen, dass ich erkannt werde. Ich habe natürlich die Pflicht, es schnell zu klären. Ich bin keiner, der pokert, sondern ich bin einer, der eine ganz, ganz wichtige Entscheidung zu treffen hat. Und das werden wir tun."

Ein schlechtes Gewissen, die Schanzer zu verlassen, hätte Hasenhüttl nicht. Er ist davon überzeugt, dass sein Team auch auch ohne ihn funktionieren kann. Schließlich sei er nicht "der Wunderwuzzi des FC Ingolstadt".

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