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Sascha Lewandowski soll wenige Tage vor seinem Tod alkoholisiert aufgegriffen und vorläufig festgenommen worden sein. Die Staatsanwaltschaft soll gegen ihn ermittelt haben.

Noch sind die Umstände, die zum Tod des früheren Bundesligatrainers Sascha Lewandowski geführt haben, nicht aufgeklärt. Die Polizei schloss am Donnerstag lediglich Hinweise auf Fremdverschulden aus.

Lewandowski war am frühen Mittwochnachmittag tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Angehörige hatten zuvor die Polizei verständigt, weil sie den früheren Trainer von Bayer Leverkusen und Union Berlin seit Tagen nicht erreichen konnten.

Die Staatsanwaltschaft beantragte beim Amtsgericht Bochum die Obduktion des Leichnams.

Festnahme in der Nacht auf Samstag

Laut verschiedenen Medienberichten soll die Staatsanwaltschaft Dortmund bereits wenige Tage vor Lewandowskis Tod ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet haben.

Wie die WAZ berichtet, soll es sich dabei um Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kindesmissbrauch gehandelt haben.  

Bild hatte zuvor berichtet, dass Lewandowski in der Nacht auf Samstag im Dortmunder Bahnhofsviertel bei einer Fahrzeugkontrolle angetrunken angetroffen worden und vorläufig festgenommen worden sei.

Im März wegen Burnouts in Berlin zurückgetreten

Lewandowski soll bei der Kontrolle nicht alleine im Auto gewesen sein. Er wurde laut des Berichts daraufhin zur Wache gebracht, ärztlich untersucht und vernommen.

Laut Sat.1 sei ihm zur Spurensicherung auch die Kleidung abgenommen worden. 

Lewandowski sei am Samstagmorgen wieder freigelassen und nach Hause geschickt worden. Die Staatsanwaltschaft habe parallel dazu das Ermittlungsverfahren eingeleitet. Vier Tage später wurde der frühere Trainer, der im März wegen eines Burnouts und funktioneller Herzbeschwerden von seinem Amt bei Union Berlin zurückgetreten war, tot in seiner Wohnung aufgefunden.

Er soll laut WAZ ein Testament und einen Abschiedsbrief hinterlassen haben.

Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund äußern sich zu den Berichten mit Blick auf das laufende Obduktionsverfahren nicht. Staatsanwalt Elmar Pleus sagte zu SPORT1 ganz allgemein nur zur Rechtslage: "Sollte es ein Ermittlungsverfahren gegeben haben, würde es durch den Tod eingestellt worden sein".

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