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Borussia Dortmund bei Bayer Leverkusen
Roman Weidenfeller (M.) hütete in Leverkusen wieder das Dortmunder Tor © Getty Images

Leverkusen - Die Rückrunde beginnt für Borussia Dortmund ganz unten. Trotzdem ist nicht nur Jürgen Klopp mit einem hart erkämpften Punkt in Leverkusen zufrieden.

Plan aufgegangen - und doch ist Tabellenplatz 18 das Ergebnis.

Borussia Dortmund wird den ersten Rückrunden-Spieltag nach dem 0:0 bei Bayer Leverkusen als Tabellenletzter beenden (Datencenter: Tabelle) - ist mit der Art und Weise, wie das geschehen ist, aber nicht unzufrieden.

"Wir hatten einen Plan, und den haben wir durchgezogen", sagte Dortmunds Nuri Sahin bei Sky zu der kampf- und fehlpassreichen Partie. Winter-Zugang Kevin Kampl ergänzte: "Das war ein ganz guter Anfang und am Mittwoch wird es spielerisch schon anders aussehen."

Coach Jürgen Klopp sprach von einem "wichtigen Punkt" - und ließ keine Kritik an der Spielweise gelten: "Ich kann nicht Abstiegskampf predigen und Champagner-Fußball fordern." (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Viel Druck, viel Missglücktes

Von der ersten Minute an sahen die Fans beider Mannschaften das von BVB-Trainer Jürgen Klopp und seinem Bayer-Kollegen Roger Schmidt prophezeite "intensive und interessante Spiel".

Beide Mannschaften machten enormen Druck im Mittelfeld, die Folge waren zahlreiche missglückte Abspiele auf beiden Seiten (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER).

Mit hohem Tempo und zahlreichen Zweikämpfen fand das Geschehen 39 Minuten fast ausschließlich zwischen den Strafräumen statt. Torchancen blieben Mangelware, bis Weltmeister Mats Hummels einen Schuss des Leverkuseners Gonzalo Castro auf der Linie klären musste.

Hoher Aufwand auf beiden Seiten

Dortmund betrieb wie auch Leverkusen einen hohen Aufwand. Die Borussen wirkten in der Defensive gefestigt, in der Offensive fehlte es hingegen trotz einiger vielversprechender Angriffe an der letzten Konsequenz.

"Es war eine gute Standortbestimmung gegen einen guten BVB, der sich viel vorgenommen hat", lautete das Urteil von Leverkusens Trainer Roger Schmidt. "Das Spiel war davon geprägt, dass beide Mannschaften um jeden Zentimeter gekämpft haben. So ein Spiel kann so und so ausgehen. Insgesamt ist das 0:0 in Ordnung."

Beim BVB konnte Nationalspieler Marco Reus nicht die erhofften Akzente setzen, während sich der zwölf Millionen Euro teure Winterzugang Kevin Kampl, in Leverkusen einst für nicht gut genug befunden, als belebendes Element präsentierte.

Ausfälle beim BVB

Der BVB wirkte entschlossen und geschlossen, obwohl Klopp weiterhin auf die verletzten Sven Bender, Sebastian Kehl und Erik Durm sowie auf den erkrankten Jakub Blaszczykowski verzichten musste.

Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking ist am Sonntag zu Gast im Volkswagen-Doppelpass - ab 11 Uhr im TV auf SPORT1
Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking ist am Sonntag zu Gast im Volkswagen-Doppelpass - ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 © SPORT1/getty

Bayer versuchte auch nach dem Wechsel weiterhin über die Flügel Lücken in die BVB-Abwehr zu reißen, vorwiegend über den schnellen Nationalspieler Karim Bellarabi.

Immobile scheitert an Leno

Auf der Gegenseite setzten die Westfalen auf Konter und hatten Pech, als Ciro Immobile (50.) mit einem Schuss aus spitzen Winkel an Leverkusens Keeper Bernd Leno scheiterte.

Bis zum Schlusspfiff blieb die Begegnung ein offener Schagabtausch, den beide Mannschaften für sich hätten entscheiden können.

Die Rheinländer hingegen blieben saisonübergreifend im 14. Heimspiel in Folge ungeschlagen, verloren aber zwei wichtige Punkte im Kampf um einen Champions-League-Platz (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan).

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