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München - BVB-Boss Hans-Joachim Watzke glaubt, dass die Dortmunder ihren Mittelfeld-Star halten können. Anderen Teams wirft er zu wenig Widerstand gegen den FC Bayern vor.

Klub-Chef Hans-Joachim Watzke vom abstiegsbedrohten Vizemeister Borussia Dortmund hält es für möglich, Mittelfeld-Spieler Marco Reus beim BVB zu halten. "Ich glaube nach wie vor, dass wir eine Chance haben, Marco in seiner Heimatstadt halten zu können", sagte er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Auf die zahlreichen Spekulationen um einen Abschied von Reus - aber auch von Ilkay Gündogan oder Mats Hummels - registriert Watzke gelassen. "Wenn der eine oder andere Spieler der Meinung sein sollte, er müsse uns verlassen, dann ist das eben so. Ich sehe aber kaum einen, der uns verlassen will."

Mehr Widerstand gegen Bayern

Zudem fordert der Klub-Chef mehr Widerstand gegen die Dominanz des FC Bayern.

"Man erlebt ja, dass viele Mannschaften die Punkte gegen die Bayern inzwischen einfach liegen lassen", sagte der 55-Jährige. 

Die Überlegenheit der Münchner sei derzeit so absurd, dass viele Gegner offenbar nicht mehr - wie früher mal - alles in dieses eine Duell legen würden.

"Das machen sie stattdessen bei uns. Wir sind jetzt die Plattform für die anderen, um mal was Besonderes zu schaffen", so Watzke.

Der BVB habe Spiele erlebt, in denen sich gestandene Teams zuhause mit zehn Mann hinten reingestellt hätten, und die Fans hätten jedes Rausschlagen des Balles wie einen Sieg gefeiert.

Finanzielle Einbußen

In der Liga liegt der BVB abgeschlagen auf dem vorletzten Rang. Das Verpassen der Champions League würde für die Westfalen ein Einnahmen-Minus von rund 40 Millionen Euro brutto bedeuten. "Netto sind es natürlich wesentlich weniger, vielleicht 20 Millionen", erklärte Watzke.

Denn man zahle den Spielern dann ja auch keine entsprechenden Prämien, mache Reisen nicht mehr und so weiter. Man könne sich dann auch einen Kader mit zwei, drei Spielern weniger erlauben, weil die Belastung nicht dieselbe sei. "20 Millionen nicht einzunehmen ist hart, aber das bringt uns nicht in finanzielle Schwierigkeiten."

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