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Borussia Dortmund jubelt im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05
Borussia Dortmund um Marco Reus (2.v.l.) feiert den zweiten Sieg in Folge © getty

Dortmund - Der Nationalspieler glänzt gegen den 1. FSV Mainz 05 als Torschütze und Vorbereiter. Die Borussia steckt ein Blitztor gut weg - und nach der Pause wird es turbulent.

Mit einem bärenstarken Marco Reus und imponierendem Siegeswillen ist Borussia Dortmund der nächste wichtige Schritt aus dem Tabellenkeller gelungen.

Dem Vizemeister gelang aufgrund einer starken zweiten Halbzeit und einer Galavorstellung des schon vor Spielbeginn stürmisch gefeierten Reus ein 4:2 (0:1) über den 1. FSV Mainz 05. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

Damit zog der BVB die Rheinhessen mit in den Abstiegssog und verbesserte sich zumindest vorübergehend auf den 14. Rang. (Datencenter: Tabelle)

Sonderlob für Reus

"Das war ein Big Point. Die ganze Saison stellt sich für uns als extreme Herausforderung dar" erklärte Trainer Jürgen Klopp nach dem Schlusspfiff und lobte seinen Matchwinner Reus.

"Der Pass auf Aubameyang war außergewöhnlich. Am Ende war er platt, wundgelaufen. So muss es sein", so der 47-Jährige.

Sportdirektor Michael Zorc sagte bei Sky: "Ich bin sehr erleichtert. Das 0:1 war ein Tor aus der Comedy-Abteilung. Wichtig war, dass wir ruhig geblieben sind."

Soto schockt den BVB

Bereits nach 53 Sekunden hatte Elkin Soto die Gäste überraschend in Führung geschossen. Die Aufbruchstimmung nach dem vielversprechenden 3:0 in Freiburg und der Vertragsverlängerung von Reus bis 2019 während der Woche erhielt jedoch nach der Halbzeitpause neue Nahrung. "Wir haben unseren Ball weitergespielt und wurden dafür belohnt", meinte Nuri Sahin

Neven Subotic (49.) nach einer Ecke und Reus (55.) mit Treffer Nummer fünf in der laufenden Spielzeit drehten die Begegnung vor 80.200 Zuschauern, bevor Yunus Malli (57.) postwendend zum 2:2 traf. (Die Highlights zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Pierre-Emerick Aubameyang mit seinem achten Saisontreffer (71.) nach glänzender Reus-Vorarbeit und Sahin (78.), der nach einem Freistoß zu seinem ersten Saisontor abstaubte, machten schließlich den vierten Heimsieg perfekt. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Dortmund ohne Kapitän

Bis auf den den erkrankten Kapitän Mats Hummels hatte Trainer Jürgen Klopp die Startformation vom 3:0 in Freiburg aufs Feld geschickt.

Auf Seiten der Mainzer feierte die Dortmunder Leihgabe Jonas Hofmann nach mehrwöchiger Verletzungspause ein Comeback im Duell mit dem eigentlichen Arbeitgeber.

Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Nach einer Faustabwehr des BVB-Torhüters Roman Weidenfeller etwa zwölf Meter vor dem Tor nahm Soto den Ball direkt und schlenzte ihn ins Dortmunder Tor.

"Das 0:1 war Slapstick, das war ein schrecklicher Beginn", kommentierte Klopp die Szene. "Aber wir haben sehr gut reagiert. Wir wussten, dass wir die Möglichkeiten bekommen, wenn wir weiter spielen und in der Spur bleiben."

Pfosten rettet für Mainz

Torchancen für den BVB gab es in der Tat genügend: Nur wenige Sekunden nach dem Rückstand schoss Reus, von den Fans drei Tage nach seiner Vertragsverlängerung bis 2019 bei der Vorstellung der Mannschaft bejubelt, den Ball an den Pfosten.

Mit wütenden Angriffen reagierte die Borussia und hatte wenig später die nächste Chance zum Ausgleich, als Aubameyang (6.) den FSV-Keeper Stefanos Kapino zu einer spektakulären Parade zwang.

In der Folge versuchte Mainz mit Ballstafetten, vorwiegend in der eigenen Hälfte, die Dortmunder aus dem Rhythmus zu bringen, was jedoch nur teilweise gelang.

FSV-Keeper Kapino im Fokus

Der Mainzer Torhüter konnte sich über Mangel an Arbeit nicht beklagen, wenngleich die Aktionen des BVB nicht mehr so druckvoll wirkten. (Service: Die Statistiken des Spiels)

Nach einer halben Stunde forderten die Borussen vergebens einen Elfmeter nach einem Foul von Pierre Bengtsson am pfeilschnellen Aubameyang.

"In der ersten Halbzeit wirst Du doch bescheuert. Die Mainzer haben eigentlich gar keine Chance - und das ist dann auch noch ein Tor", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

"Das darf nicht passieren"

Die Tore nach dem Wiederanpfiff durch einen Kopfball von Subotic sowie Reus waren der verdiente Lohn für die Westfalen, die Malli mit einem Abwehrschnitzer zwischenzeitlich nochmal zum Ausgleich verhalfen.

Der BVB wirkte jedoch mental wesentlich stabiler als in der Hinrunde und erspielte sich Chancen in Serie.

"Wenn man zwei Standardtore kassiert, kann man in Dortmund nicht gewinnen. Das darf nicht passieren", haderte FSV-Trainer Kasper Hjulmand mit der siebten Saisonniederlage.

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