vergrößernverkleinern
Marwin Hitz vom FC Augsburg trifft gegen Bayer Leverkusen
Marwin Hitz erzielte das dritte Torwarttor in der Bundesliga aus dem Spiel heraus © getty

Augsburg - In der Nachspielzeit trifft Augsburgs Keeper und rettet dem Gastgeber den verdienten Punkt. Der FCA beendet damit eine schwarze Serie. Leverkusen tritt auf der Stelle.

Der Held des FC Augsburg heißt Torwart Marwin Hitz: Der Keeper erzielte in der vierten Minuten der Nachspielzeit den Treffer zum 2:2 (0:1)-Endstand gegen Bayer Leverkusen. Der FCA hat damit sein Bayer-Trauma wenigstens teilweise abgelegt und die ohnehin angespannte Lage bei der Werkself weiter verschärft.

Erstmals verloren die Schwaben damit im achten Bundesliga-Duell gegen Bayer nicht. Leverkusen geht nach der mäßigen Generalprobe angeschlagen in das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch gegen Atletico Madrid. (DATENCENTER: Tabelle)

Drmic erzielt verdiente Führung

Die Elf des nicht mehr unumstrittenen Trainers Roger Schmidt bleibt nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg auf Rang sechs der Tabelle hängen, während Augsburg trotz ebenso dreier nicht gewonnener Begegnungen in Serie weiterhin Träume von der Europa League hegen darf. Der Schweizer Nationalspieler Josip Drmic (8.) sorgte schon früh für die Gäste-Führung.

Joker Caiuby sticht

Stefan Reinartz traf zum 2:1
Stefan Reinartz traf zum 2:1 © Getty Images

Die Werkself ließ danach aber zahlreiche weitere Chancen aus. Augsburg wurde immer besser und belohnte sich durch den Treffer des eingewechselten Caiubys (58.). Die Heimmannschaft drängte in der Folge auf den Führungsstreffer.

Doch fast wie aus dem Nichts sorgte Stefan Reinartz (84.) für die glückliche Gästeführung.

Hitz steht richtig

Der Schlusspunkt blieb aber Keeper Hitz überlassen. - per Seitfallzieher. Nachdem Shawn Parkers Ecke zunächst abgewehrt wurde, kam der Ball zurück zum eingewechselten Stürmer. Dessen Flanke wurde von Callsen-Bracker weitergeleitet und von Rolfes abgefäscht - direkt vor Hitz' Füße.

Für einen Schlussmann war es das dritte Tor in der Bundesliga-Geschichte aus dem Spiel heraus. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Leverkusen beginnt forsch

Leverkusen begann wild entschlossen, und augenscheinlich beflügelt von seiner Vertragsverlängerung bis 2020 war Karim Bellarabi zunächst der Aktivposten schlechthin. In der 4. Minute zielte der Nationalspieler knapp vorbei und scheiterte danach dreimal am wieder genesenen Marwin Hitz (6., 11., 21.), der nach einer Knieverletzung anstelle von Routinier Alexander Manninger ins Augsburger Tor zurückgekehrt war.

(Die Highlights des Spiels zum Nachhören auf SPORT1.fm)

Dazwischen nutzte Drmic die defensiven Unzulänglichkeiten des FCA, der bei dem lange Zeit offenen Schlagabtausch mehrfach in arge Nöte kam.

Die im Vergleich zum 4:5 gegen Wolfsburg fünf Änderungen in der Startformation von Bayer zeigten dagegen ihre Wirkung. Das Offensivspiel der Schmidt-Elf hatte ohne den formschwachen Torjäger Stefan Kießling eine Fülle an Überraschungsmomenten parat. (SERVICE: Die Statistiken des Spiels)

Klavan artistisch

Defensiv gestattete Leverkusen allerdings den wie gewohnt leidenschaftlich kämpfenden Schwaben ebenfalls immer wieder Räume und so entwickelte sich vor 28.154 Zuschauern eine ebenso sehenswerte wie abwechslungsreiche Begegnung.

Raul Bobadilla (26.) hatte dabei zunächst die beste Ausgleichschance, geriet aber in verheißungsvoller Position ins Straucheln. Nach einem bösen Patzer von Hitz (31.) rettete im Anschluss Augsburgs Ragnar Klavan spektakulär auf der Torlinie gegen Heung-Min Son. Drmic (41.) vergab kläglich eine weitere dicke Möglichkeit.

Altintop verpasst Sieg

Auch im zweiten Durchgang wirkte Leverkusen zunächst zwingender und erneut Bellarabi (55.) sorgte für das erste Highlight. Dann aber erzielte Caiuby sein erstes Bundesligator im FCA-Trikot und gab dem Spiel eine Wende.

Augsburg stand phasenweise kurz vor der Führung, wie in der 69. Minute als in der Bayer-Defensive komplette Konfusion herrschte. Reinartz traf dann zum 2:1 für die Gäste, ehe die große Stunde von Hitz unmittelbar vor dem Abpfiff schlug.

Für ein komplett wahnsinniges Ende hätte dann fast Halil Altintop gesorgt, der Sekunden vor Schluss den Pfosten traf.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel