München - Dante spricht im SPORT1-Interview über die Kritik, die nach der Weltmeisterschaft in Brasilien auf ihn eingeprasselt ist. Der Verteidiger aus Brasilien äußert sich auch zu seinem Konkurrenten Medhi Benatia und der Form der Münchner.

Video

Dante hat sein Lachen wiedergefunden.

Dabei waren die letzten Monate für den Verteidiger des FC Bayern München nicht einfach.

Bei der Weltmeisterschaft in seinem Heimatland Brasilien stand Dante bei der schon jetzt legendären 1:7-Halbfinalpleite gegen Deutschland in der Startformation.

Im Anschluss musste der 31 Jahre alte Abwehrspieler viel Kritik einstecken. Auch beim FC Bayern, der zudem in Medhi Benatia einen weiteren Konkurrenten verpflichtete.

"Ich habe nicht viel gelesen, ich habe aber ein bisschen das Gefühl, wenn etwas passiert, schauen die Leute auf mich. Die Leute haben seit der WM viel weniger Respekt vor Dante", sagte er nach der Niederlage zum Rückrundenauftakt in Wolfsburg zu SPORT1.

Bei SPORT1 spricht der Innenverteidiger über seine schwere Zeit, Kritik, die Form und Ziele des FC Bayern.

Dante bei SPORT1 über...

…den Sieg gegen Stuttgart:

"Der Sieg war sehr wichtig. Vor allem, weil wir davor zwei Spiele nicht gewonnen hatten, wollten wir uns Selbstvertrauen holen. Wir wollten die drei Punkte unbedingt. Wir haben das super gemacht. Stuttgart hat sehr tief gestanden und Mann gegen Mann gespielt.  Das hat uns sehr gefreut."

…das anstehende Spiel gegen den HSV:

"Wir dürfen vor allem unsere Nerven nicht verlieren. Das ist eine psychische Frage, man muss viel Geduld haben. Wenn wir viel Ballbesitz haben, müssen wir genau im richtigen Moment angreifen. Aber vor allem dürfen wir nicht unsere Nerven verlieren."

…den Wunsch, dass die anderen Mannschaft gegen den FC Bayern mehr mitspielen:

"Das würde ich mir auf jeden Fall wünschen. Dann würden wir mehr Raum bekommen und könnten besser spielen. Das würde vielleicht auch den Fans ein bisschen mehr Spaß machen. Aber jeder hat seine eigene Taktik. Wichtig für uns, dass wir immer gut auf die tiefstehenden Gegner vorbereitet sind."

..die Kritik an seiner Person nach der WM:

"Ich habe die Kritik nicht verstanden. Ich bin immer der gleiche Dante. Klar war ich ein paar Mal ein wenig enttäuscht. Ich komme gut aus mit Kritik, wenn sie berechtigt ist. Ich arbeite jeden Tag hart, um den Kollegen zu helfen, die Ziele zu erreichen. Das war die letzten zwei Jahre so. Und nach der Weltmeisterschaft und der Niederlage gegen Deutschland war plötzlich alles scheiße. Das hat mich schon traurig gemacht. Leute, von denen ich erwartet hätte, dass sie mir geholfen hätten, haben mich noch weiter runtergezogen. Aber die WM hat mich noch stärker gemacht, das kann ich versprechen. Das ist abgehakt. Ich spiele für den FC Bayern, der FC Bayern hat nichts mit der Nationalmannschaft zu tun."

…die Unterstützung in dieser Zeit:

"Auf jeden Fall meine Familie. Sie sind immer bei mir, sie sind die wichtigsten Menschen in meinem Leben. Aber auch die Spieler haben mir geholfen, auch die deutschen. Basti (Schweinsteiger) vor allem, aber auch Manu (Neuer) und Philipp (Lahm). Sie haben gemerkt, wie ich mich nach diesem Tag gefühlt habe. Und sie wissen auch, was ich weiter für den FC Bayern tun kann. Auch Matthias (Sammer) hat sehr, sehr lange mit mir am Telefon gesprochen. Das Gespräch war sehr wichtig für mich. Ich bin Dante,  ich habe einen starken Charakter. Daran wird ein Ergebnis nichts ändern. Durch negative Erlebnisse werde ich nur stärker."

…die Verpflichtung von Konkurrent Medhi Benatia:

"Ein Klub wie der FC Bayern braucht immer einen großen Kader mit Weltklassespielern. Deshalb habe ich mich gefreut. Ich spreche auch viel mit Medhi, weil er nur französisch spricht. Ich übersetze für ihn, wir reden viel vor dem Spiel. Ich will ihm helfen. Er ist ein guter Junge. Wer spielt, ist dann die Entscheidung vom Trainer."

…die Rückkehr zur alten Stärke:

"Wie gesagt, ich werde mich nicht ändern. Ich habe einen Vertrag bis 2017. Und bis dahin werde ich alles geben. Vielleicht werde ich noch lange hierbleiben, das kann ich nicht beurteilen."

…die möglichen Titel:

"Das ist unser Ziel. Wir wollen uns nicht verstecken. Wir sind noch nicht in Topform, unserer Spielweise ist noch nicht perfekt. Aber wir trainieren hart dafür, um den Rhythmus wieder zu finden. Zunächst wollen wir am Samstag eine gute Leistung gegen den HSV zeigen, dann in der Champions League eine sehr gute gegen Schachtjor Donezk, damit wir weiter kommen."

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel