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VfL WOLFSBURG-Klaus Allofs
Klaus Allofs ist seit 2012 Manager beim VfL Wolfsburg © Getty Images

Manager Klaus Allofs vom VfL Wolfsburg hat nach dem 32-Millionen-Euro-Transfer von Andre Schürrle mit Unverständnis auf die Kritik aus der Bundesliga reagiert.

"Ich finde die Diskussion seltsam", sagte Allofs: "Man kann sich grundsätzlich über Gehälter unterhalten. Aber wenn die Kritik aus der Liga kommt, habe ich da kein Verständnis."

Allofs betonte, dass solche Summen ihre Berechtigung haben. "Wir müssen heute Verträge machen, mit denen wir die Spieler drei, vier Jahre binden.

Das hat auch solche Summen zur Folge", sagte der frühere Bundesliga-Spieler, der den Deal nicht als "Kampfansage" an andere Klubs verstehen wollte: "Das ist ein falsches Vokabular. Es ist ein weiterer Schritt unserer Planungen."

Andre Schürrle vom FC Chelsea guckt
Andre Schürrle wurde mit Deutschland in Brasilien Weltmeister © Getty Images

Für den VfL-Manager ist die Kritik anderer Klubs nicht verhältnismäßig. "Ich habe keinen Aufschrei gehört, als die Bayern teure Spieler verpflichtet haben.

Ich habe keinen Aufschrei vernommen, als Borussia Dortmund Immobile geholt hat. Das ist jetzt nicht ganz fair und bedient wieder die alten Vorurteile", so Allofs weiter: "Ich wundere mich darüber, aber scheinbar muss man damit leben."

Vor allem vom kommenden Gegner aus Frankfurt (ab 19.45 Uhr im LIVETICKER und LIVE im Sportradio SPORT1.fm) kam Gegenwind. "Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. 32 Millionen für Schürrle - ja wo sind wir denn gelandet", hatte Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen am Sonntag gesagt.

Weiter hatte er ausgeführt: "Ohne Klaus Allofs wehzutun: Das Paket kostet bei einem Dreijahresvertrag 50 Millionen Euro. Ich kann das nachvollziehen, aber mir ist das ein bisschen unheimlich."

Darauf gab Allofs wie folgt zurück: "Das habe ich aufgegeben. Wenn man Ablöse, Gehalt und Nebengeräusche addiert, kommt man heutzutage auf solche Summen. Heribert ist dafür bekannt, dass er eine klare Position hat, die mit Argumenten nur schwer verrückbar ist."

Durch das Financial Fair Play sieht Allofs wegen der hohen Ablösesumme für den 42-maligen Nationalspieler keine Probleme auf den VfL zukommen.

"Wir würden so einen Transfer nicht machen, wenn wir uns da vorher nicht abgesichert hätten", sagte Allofs. Die Debatte zeige, dass viel Halbwissen herrsche.

"Die UEFA-Kontrolleure sind derzeit bei uns, weil der Klub seit langer Zeit wieder international dabei ist. Unsere Einschätzung ist, dass das Modell VfL Wolfsburg so genehmigt werden sollte", sagte Allofs.

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