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Klaas-Jan Huntelaar droht eine lange Sperre: Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat dem DFB-Sportgericht empfohlen, den Stürmer vom FC Schalke mit der Mindeststrafe für Tätlichkeiten und damit für sechs Spiele zu sperren.

Für eine vermeintlich abfällige Geste gegen Schiedsrichter Sascha Stegemann soll Huntelaar zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro belegt werden.

Die Königsblauen akzeptieren das Strafmaß nicht und legten Einspruch ein.

Der 31 Jahre alte Niederländer war 96-Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach am Samstag weit vor dem Schalker Tor von hinten in die Beine gesprungen und für die Aktion des Feldes verwiesen worden.

Auf der Homepage des Vereins versuchte Huntelaar, seine überzogene Attacke auf den Gegenspieler zu erklären.

"Ich wollte meinem Gegenspieler, der gerade einen Konter einleiten wollte, unbedingt den Ball abnehmen. Wir sind beide mit viel Tempo gelaufen, und weil wir etwa gleich schnell waren, habe ich die einzige Chance darin gesehen, mit meinem Bein auszuholen. Dass der Ball weiter weg war, als ich es eingeschätzt hatte, habe ich erst später gesehen, als ich mir die Szene am Bildschirm angeschaut habe", sagte der Stürmer.

Im Nachhinein könne er die Entscheidung des Schiedsrichters nachvollziehen, er habe sich verkalkuliert. Auf dem Feld habe ihn die Rote Karte jedoch überrrascht: "Ich war völlig perplex wegen der Roten Karte, weil ich den Zweikampf überhaupt nicht so hart gesehen habe und weil ich kein harter Spieler bin."

Nach der Szene hatte Huntelaar dem Schiedsrichter deswegen den Vogel gezeigt.

"Meine Reaktion war in keinem Fall auf den Schiedsrichter bezogen. Ich habe mir mit dem Finger an die Stirn getippt, weil ich meinte, ich müsste doch verrückt sein, wenn ich durch so ein Foul eine Rote Karte riskieren würde. Es war definitiv nicht meine Absicht, dem Schiedsrichter gegenüber eine abfällige Geste zu machen. Falls dies der Eindruck sein sollte, dann tut es mir leid und ich möchte mich dafür bei ihm entschuldigen.", erklärte der Schalker.

Auch Horst Heldt zeigte sich von der Länge der Sperre irritiert.

"Im Gegensatz zur Auffassung des Kontrollausschusses sind wir der Ansicht, dass es sich nicht um eine Tätlichkeit handelt. Das passt auch gar nicht zu Klaas-Jan", sagte Schalkes Sportvorstand: "Sicherlich war die Rote Karte berechtigt, aber eine Sperre von sechs Spielen ist aus unserer Sicht eine deutlich zu hohe Strafe. Daher haben wir Einspruch eingelegt."

Der 31 Jahre alte Huntelaar war 96-Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach am Samstag weit vor dem Schalker Tor von hinten in die Beine gesprungen und für die Aktion des Feldes verwiesen worden.

Der Niederländer hatte in 452 Pflichtspielen im Klub und 69 Länderspielen zuvor lediglich einmal die Rote Karte gesehen - vor fast zehn Jahren beim 1:5 mit dem SC Heerenveen bei Feyenoord Rotterdam.

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