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München und Wien - Für David Alaba hat das Testspiel Österreichs gegen Bosnien-Herzegowina gravierende Folgen. Der Bayern-Star verletzt sich schwerer am Knie.

Der FC Bayern München wird derzeit von einem Verletzungsfluch heimgesucht: Nach dem Ausfall von Superstar Arjen Robben (Bauchmuskelriss) muss der Tabellenführer vor dem Hit bei Borussia Dortmund (Sa. ab 18 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) auch eine mehrwöchige Zwangspause von David Alaba verkraften.

Der österreichische Abwehr- und Mittelfeldspieler erlitt  beim 1:1 zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina am Dienstag einen Innenbandriss im linken Knie.

Dies ergab die Untersuchung bei Bayern-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt am Mittwoch.

"Bin tieftraurig"

"Ich bin jetzt natürlich tieftraurig", sagte Alaba. Von einem Saison-Aus wollte der Allroundspieler aber nichts wissen. "Ich habe ein großes Ziel vor Augen: Ich will beim Saisonfinale wieder dabei sein. Ich werde mich jetzt gut erholen und dann in der Reha Vollgas geben."

Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge reagierte so: "Das tut uns natürlich weh, weil David in einer guten Verfassung war und wichtige Tore erzielt hat mit seinen Freistößen. Aber wir können es nicht ändern. Es wäre ein Fehler, wenn Bayern München jetzt lamentieren würde. Wir schauen voraus, wir haben einen guten Kader, der das jetzt auffangen muss."

14 Tage muss Alaba Gips tragen, soll nach Einschätzung der Bayern aber in sieben Wochen wieder mitwirken.

Das würde zumindest für das DFB-Pokal- und Champions-League-Finale reichen, sofern die Bayern dort vertreten sind.

"Ich wünsche ihm alles Gute und eine gute Genesung, damit er zumindest im Endspurt wieder dabei ist, wenn es um die Titel geht", so Rummenigge.

Erst Anfang November hatte sich Alaba einen Innenband-Teilabriss zugezogen, damals aber im rechten Knie. Alaba war daraufhin drei Monate lang ausgefallen.

Riberys Einsatz gefährdet

Stark gefährdet ist im Signal-Iduna-Park von Dortmund der Einsatz des Franzosen Franck Ribery, der zuletzt angeschlagen das Mannschaftstraining mied. Der 31-Jährige hatte mitgeteilt, sein Comeback nach seiner Sprunggelenkverletzung nicht überstürzen zu wollen.

Kapitän Philipp Lahm fühlt sich nach überstandenem Knöchelbruch auch noch nicht fit für einen Einsatz von Anfang an: "Zu 100 Prozent fit wird man erst wieder nach drei, vier Spielen über 90 Minuten, dann ist man wieder spielfit."

Stechen im Knie

Im Länderspiel hatte Alaba versucht, einen Abschlag seines Torwarts Ramazan Özcan (FC Ingolstadt) noch zu erreichen und wurde dabei von Ermin Bicakcic abgedrängt. Im Anschluss fiel der Verteidiger der TSG 1899 Hoffenheim dem ÖFB-Akteur unglücklich auf das gestreckte Bein.

Alaba fasste sich direkt ans linke Knie und blieb nach einer Behandlungspause zur Halbzeit in der Kabine.

"Er hat ein Stechen im Knie gespürt. Es sieht nicht gut aus", hatte Trainer Marcel Koller gleich nach der Partie gesagt.

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