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Die Pressekonferenz zum angekündigten Rücktritt von Trainer Jürgen Klopp war sicherlich kein leichter Termin für die Verantwortlichen von Borussia Dortmund.

Am stärksten ins Schwitzen geraten sein dürfte allerdings Ben Bloom. Der englische Sportjournalist sollte die Geschehnisse in einem Liveticker für den Telegraph begleiten – allerdings bekam er nicht allzuviel mit.

"Wir haben hier ein kleines Problem. Es wird Deutsch gesprochen und ich verstehe kein Wort", schrieb Bloom zur Begrüßung in den Ticker.

Noch nie habe er es so sehr bereut, die Deutschkurse in der Schule abgewählt zu haben, teilte Bloom per Twitter mit.

Da es im Gegensatz zu Pressekonferenzen vor Champions-League-Partien keine Übersetzung ins Englische gab, musste sich Bloom auf sein Gespür verlassen.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke wirke, als sei gerade jemand gestorben, schrieb Bloom und fing zumindest die Stimmung bei den Schwarz-Gelben damit richtig ein.

Den englischen Reporter interessierte natürlich vor allem, ob Klopp nun in der kommenden Saison einen Klub aus der Premier League trainieren könnte. 

Mit einem Übersetzungsprogramm suchte Bloom nach einer solchen Frage, nur um dann festzustellen, dass diese nicht gestellt worden war.

Lediglich die Worte "extrem", "Sport" und "und" hatte Bloom zweifelsfrei verstanden und daraus mit typisch britischem Humor geschlossen, dass Klopp künftig wohl eine zweite Karriere als Fallschirmspringer starten könnte.

Im Internet kam Blooms improvisierter Liveticker jedenfalls bestens an. Und auch sein Arbeitgeber war offensichtlich nicht verärgert.

"Traurigerweise ist Ben jetzt nach Hause gegangen, um mit dem Deutschunterricht zu beginnen", schrieb der Telegraph um 15.20 Uhr in den Ticker: "Wir haben ihn nicht gefeuert. Noch nicht."

Angesichts der gewaltigen Resonanz auf seinen verunglückten Liveticker meldete sich auch Bloom selber bei Twitter nochmal zu  Wort. Und zwar auf Deutsch.

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