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VfB Stuttgart v Hamburger SV - Bundesliga
Christian Gentner geht als Kapitän des VfB voran © Getty Images

Stuttgart - Der VfB überholt den HSV in der Tabelle dank eines mächtigen Auftritts nach einem Rückstand, vergibt dabei noch riesige Torchancen. Hamburg bleibt blutleer.

Der VfB Stuttgart hat den zweiten Abstieg aus der Bundesliga erst einmal abgewendet, muss aber ebenso wie der Hamburger SV weiter zittern. (Datencenter: Ergebnisse und Spielplan)

Die Schwaben gewannen das umkämpfte und hektische Kellerduell gegen das Team von Ex-Trainer Bruno Labbadia verdient 2:1 (2:1) (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER). Der VfB belegt jetzt den Relegationsrang, dafür stürzte der HSV vor dem Saisonfinale wieder auf Rang 17 ab. (Datencenter: Tabelle)

"Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß, dass wir das Spiel aus der Hand gegeben haben", sagte Hamburgs Trainer Bruno Labbadia. "Wir haben das 1:0 gemacht und hatten den VfB da, wo wir ihn haben wollten. Dann haben wir aber 20, 25 Minuten nicht so funktioniert und zwei Tore kassiert."

Stuttgart hat es in der Hand

Der VfB, der zuletzt 1975 abgestiegen war, kann nun am letzten Spieltag in Paderborn den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern. Der HSV, der zu Hause Schalke 04 empfängt, ist auf Schützenhilfe angewiesen, damit der erste Absturz in die Zweitklassigkeit noch vermieden werden kann. (Die Highlights zum Nachhören in unserem Sportradio SPORT1.fm)

Stuttgarts Trainer Huub Stevens hatte nur einen Punkt zu kritisieren: "Ich kann nur ein großes Kompliment aussprechen Die Jungens haben nach einem Rückstand klaren Kopf bewahrt", sagte er. "Der einzige Vorwurf, den du machen kannst, dass sie die Chancen nicht genutzt haben. Es war ein unheimlich wichtiger Sieg, aber wir haben noch ein wichtiges Spiel zu gehen."

Gojko Kacar brachte den HSV in der 12. Minute in Führung. Doch Christian Gentner (27.) und Martin Harnik (35.) drehten noch vor der Pause die Partie.

Der VfB war nach dem Wutausbruch von Trainer Huub Stevens beim Training unter der Woche das aktivere Team und verdiente sich so in einem umkämpften, spielerisch aber wenig ansehnlichen Spiel, den wichtigen Dreier. (SERVICE: Die Statistken des Spiels)

Aus den letzten sechs Heimspielen holte der VfB immerhin 14 Zähler. Für Hamburg endete nach drei Spielen mit sieben Punkten eine kleine Serie.

Lasogga angeschlagen

Für den HSV begann die Partie mit einem Schreck. Bereits in der 7. Minute musste Torjäger Pierre-Michel Lasogga nach einem Zusammenprall mit Mitspieler Ivica Olic minutenlang behandelt werden, kam aber wieder zurück.

Nachdem der VfB vor 60.000 Zuschauern etwas besser in Spiel gekommen war, schlugen die Gäste eiskalt zu. Nach Freistoß von Rafael van der Vaart verwertete Kacar die erste HSV-Möglichkeit per Kopf zur Führung. Für den 28 Jahre alten Serben war es bereits der dritte Treffer im dritten Spiel in Folge.

Der VfB zeigte sich davon zunächst beeindruckt. Der HSV hatte wenig Mühe, die zaghaften Offensivbemühungen der Schwaben zu unterbinden. So fiel der Ausgleich fast aus dem Nichts: Nach Hereingabe von Daniel Schwaab stand Gentner plötzlich alleine und überwand aus der Drehung Rene Adler.

Adler sensationell

Der VfB setzte nun nach und Hamburg unter Druck. Erst wehrte Adler noch einen Schuss von Gentner ab, ehe Harnik nach Flanke von Filip Kostic am langen Pfosten richtig stand und traf.

Der VfB versäumte es, noch vor der Pause die Führung weiter auszubauen.

Auch nach dem Wechsel war der VfB gefährlicher, verpasste durch Kostic, Daniel Didavi und Timo Baumgartl aber eine Vielzahl von Chancen.

Zudem klärte Johan Djourou vor Daniel Ginczek. Der HSV leistete sich zu viele Fehler, um klare Aktionen herausspielen zu können.

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