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Bastian Schweinsteiger spielte 17 Jahre lang für den FC Bayern
Bastian Schweinsteiger gewann 2013 mit dem FC Bayern das Triple © Getty Images

München - Ein Rekord erfreut Bastian Schweinsteiger erst im Rückblick. Für den Bayern-Star geht es um seine Zukunft, die er weiter im Schwebezustand lässt.

Die Korrektur wird Bastian Schweinsteiger verkraften. Sein 500. Pflichtspiel für den FC Bayern München wird er erst am Wochenende absolvieren.

Dann immerhin vor eigenem Publikum beim letzten Saisonspiel gegen den FSV Mainz 05 (Sa., ab 15 Uhr im LIVETICKER u. in unserem Sportradio SPORT1.fm). 

Supercup 2008 als des Rätsels Lösung

Ursprünglich hieß es ja, dass der Bayern-Star bereits in Freiburg diesen imponierenden Wert aufgestellt habe. Doch in dieser Berechnung wurde der Supercup 2008 dazugezählt, eine Partie, die nicht von der DFL ausgetragen wurde und somit kein Pflichtspiel war.

Schweinsteiger kann es somit gegen Mainz besser machen als bei der 1:2-Niederlage beim SC Freiburg. Da traf der Mittelfeldtaktgeber zwar, leitete mit einem Fehlpass aber auch Freiburgs Ausgleichstreffer ein. Drei Bundesliga-Pleiten in Folge: Das nervt, selbst wenn man schon Titelträger ist.

Für Schweinsteiger ist es der achte Meistertitel, in München genießt der Weltmeister längst Legendenstatus. Umso drängender stellt sich daher die Zukunftsfrage für den 30-Jährigen, dessen Vertrag beim Rekordmeister 2016 endet.

Weiter im Schwebezustand

Verlängert Schweinsteiger noch einmal? Oder wird es gar schon die letzte Saison in rot für den Oberbayern? "Ich habe da keinen Druck. Ich weiß, was Bayern München für mich bedeutet und der FC Bayern München weiß auch, was er an mir hat", sagte Schweinsteiger dazu im SPORT1-Interview. Im Januar war das.

An dem Schwebezustand in Sachen Vertragsverlängerung hat sich seitdem nichts geändert. Aus Sicht von Pep Guardiola liegt es am Routinier, wie es weitergeht. Diese Entscheidung, meinte der Bayern-Trainer, treffe Schweinsteiger selbst.

EM als nächstes Ziel

Der bayerische Leitwolf wird sich die Zeit zur Analyse nehmen, die EM in Frankreich ist das nächste Ziel, danach die WM in Russland. So lange will er, das ist sein eigener Anspruch, auf höchstem Niveau spielen. Und für seinen Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld ist er weiterhin im "besten Alter".

Schweinsteiger ist nach dem Triumph in Champions League 2013 und seinem heroischen Einsatz im WM-Finale ein Jahr später global in allerhöchsten Sphären angekommen.

Angeblich sollen ihn ja auch die USA locken.

Vor 2018 nicht in die USA

"Vielleicht hat er den Traum, in ein, zwei, drei Jahren die Nachfolge von David Beckham einzugehen und den Schwung von Beckham in den USA fortzuführen", sagte dazu kürzlich Bayerns Markenbotschafter Paul Breitner im Bayerischen Rundfunk.

SPORT1 weiß jedoch: Die USA sind vor 2018 für Schweinsteiger kein Thema. Aktuell hat für ihn die kommende Saison, die mit der Europameisterschaft in Frankreich gekrönt werden soll, die oberste Priorität - eine optimale Vorbereitung inklusive.

Der Mittelfeldspieler muss und will wieder auf den Status 100 Prozent kommen. Diesen Status hatte er zuletzt genauso wenig wie Philipp Lahm, hier ist Guardiola gefordert. Von einer entsprechenden Trainings- und Wettkampfsteuerung dürfte nicht nur Schweinsteiger profitieren. 

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