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FC Bayern Muenchen v FC Barcelona  - UEFA Champions League Semi Final
Pep Guardiola will die Saison vernünftig zu Ende bringen © Getty Images

München - Bloß nicht abschenken: Der FC Bayern hat keine Ziele mehr - schuldet aber der Konkurrenz noch die beste Leistung. Trainer Guardiola rotiert nur ein bisschen.

Meinungen interessieren Pep Guardiola nur von wenigen Menschen. Die Kollegen Bundesliga-Trainer gehören wohl dazu.

Vor den entscheidenden beiden Spieltagen verspricht der Coach des FC Bayern den Mannschaften im Abstiegskampf: "Wir sind immer seriös. Wir werden ein bisschen rotieren, aber wir wollen das Spiel gewinnen."

In Freiburg gefordert

Beweisen muss seine Mannschaft das am Samstag beim SC Freiburg (ab 15 Uhr im LIVETICKER bei SPORT1 und LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm).

Das bisschen Rotieren eben. Auf jeden Fall im Tor: Manuel Neuer hat es im Sprunggelenk, Pepe Reina ist nach Rot gegen Augsburg gesperrt und Tom Starke nach einem Außenbandriss im Sprunggelenk noch nicht bei 100 Prozent. Neuer fuhr zwar mit nach Freiburg, ob er aber im Kader steht, ist fraglich.

Neuer angeschlagen – Chance für Lucic?

"Vielleicht spielt Lucic", sagte Guardiola. Der 20-jährige Österreicher Ivan Lucic war vor der Saison vom SV Ried nach München gekommen, könnte jetzt sein Debüt in der Bundesliga geben.

Dabei verpasste er große Teile der aktuellen Spielzeit aufgrund eines Bänderrisses, spielte nur viermal in Bayerns zweiter Mannschaft in der Regionalliga.

Neben den Torhütern und den Langzeitverletzten David Alaba, Holger Badstuber, Franck Ribery und Arjen Robben werden aber wohl alle dabei sein.

Bloß nicht abschenken

Weitere Änderungen in der Startelf im Vergleich zu den beiden Spielen gegen den FC Barcelona finden also auf sehr hohem Niveau statt – bloß nicht den Eindruck erwecken, die Bayern schenkten die letzten Spiele ab.

Diesem Vorwurf sahen sie sich schon beim 0:2 in Leverkusen und dem 0:1 gegen den FC Augsburg ausgesetzt. Da gab es aber auch noch Kräfte zu schonen für die Champions League. (SERVICE: Tabellenrechner)

Freiburgs Trainer Christian Streich hofft durchaus auf einen im Kopf schon urlaubende Meister. "Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, kann es für die Bayern schwer sein, uns zu schlagen", sagte er – unter normalen Voraussetzungen ein kaum vorstellbarer Satz.

"Ein ganz großer Verein"

Jeder will etwas abhaben von der bayerischen Frühjahrsmüdigkeit. Streich stellte aber auch klar: "Das ist ein ganz großer Verein. Die Spieler sind mit die Besten, die es gibt."

Die Erfahrungen der letzten Wochen haben die indirekt Betroffenen aufgeschreckt. "Für einen fairen Wettbewerb wäre es wichtig, wenn die Bayern in Freiburg auch mit ihrer besten Mannschaft auflaufen", sagte Paderborns Trainer Andre Breitenreiter Sportbild Plus. "Es geht nicht nur um uns, sondern um alle anderen Mannschaften, die im Abstiegskampf sind."

Die Paderborner spielen noch auf Schalke und gegen Stuttgart, für beide Gegner geht es noch um viel. Auch die restlichen Trainer im Abstiegskampf werden genau auf den Auftritt der Bayern in Freiburg schauen.

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