vergrößernverkleinern
Anthony Ujah hat noch einen gültigen Vertrag in Köln.
Anthony Ujah hat noch einen gültigen Vertrag in Köln. © Instagram @werderbremen

Köln und München - Ein Bild des Stürmers in Bremen sorgt für Spott und Ärger in den sozialen Medien - es ist ein Musterbeispiel unglücklicher Kommunikation. Auch Kölns Trainer reagiert gereizt.

Der Wechsel von Anthony Ujah zu Werder Bremen ist die eine Nachricht, die Art und Weise eine ganz andere.

"100 Prozent Werder" steht auf der grün-weißen Bande - davor posiert Angreifer Ujah, der noch im Dienst des 1. FC Köln steht:

Anthony Ujah - 100% Werder
Anthony Ujah - 100% Werder © Instagram @werderbremen

Ein Bild, so veröffentlicht auf der Internet-Plattform "Instagram" - es sorgt nicht nur am Rhein für Aufregung, sondern auch im Netz.

Der Ujah-Transfer ist schon jetzt ein Musterbeispiel unglücklicher Kommunikation, oder krasser gesagt: schlechten Stils. Ob Ujah in den verbleibenden drei Saisonspielen noch einmal für den 1. FC Köln spielen wird, ist fraglich.

Netz reagiert verärgert bis sarkastisch

"100 Prozent Werder" mit dem Köln-Emblem auf der Brust - das passt wohl eher nicht!

Fans reagierten in den sozialen Netzwerken entsprechend verärgert bis sarkastisch. "Klassische Text-, Bildschere" hieß es da bei einem Foto, dass Ujah zeigt, wie er das Kölner Wappen küsst - und daneben die Pressemitteilung des FC vom Wechsel:

Andere Reaktionen reichten von "ärgerlich" bis "respektlos" - er sei kein "Kölscher Jung":

Stöger ist überrascht und nicht erfreut

Auch Kölns Trainer Peter Stöger war wenig erfreut. Man muss nicht viel zwischen den Zeilen lesen, um die Worte zu deuten. "Das Menschliche lassen wir mal außen vor. Jeder handelt so, wie er es für richtig hält", kommentierte er den Vorgang im "Kölner Stadtanzeiger".

Und: "Ja, ich bin überrascht, dass es jetzt publik geworden ist." Stöger war weder über den Wechsel noch über Ujahs kleines Fotoshooting informiert.

Torjubel mit den Stadtmusikanten?

Erst im März hatte der Nigerianer nach einem Tor gegen Eintracht Frankfurt (4:1) noch ausgelassen mit FC-Maskottchen Hennes gefeiert und den Geißbock an den Hörnern gepackt. Jetzt macht er das gleiche – im übertragenen Sinn – mit dem gesamten Verein.

Die Netzgemeinde fragte sich: Müssen sich jetzt die Bremer Stadtmusikanten fürchten?

Andere gedachten dem früheren Vereins-Bock in Bremen, Spitzname "Pico":

Unglückliches Bild

Wird Ujah noch einmal im FC-Dress auflaufen? "Wenn ein Spieler drei Wochen vor Schluss beschlossen hat, dass er geht, muss man sehen. Wenn er sich aufdrängt, ist er dabei. Wenn nicht, werden wir das anders kompensieren", sagt Stöger.

Ujah hätte eigentlich noch bis 2017 in Köln Vertrag gehabt, kann aber für eine fixe Ablöse von 4,8 Millionen Euro wechseln.

Eichin sagte: "Wir haben uns sehr intensiv und sehr lange mit ihm beschäftigt und uns ein umfassendes Bild von ihm gemacht." Andere Bilder hätte man zum jetzigen Zeitpunkt besser sein lassen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel