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Bastian Schweinsteigers Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2016
Bastian Schweinsteiger holte 2013 mit dem FC Bayern das Triple © Getty Images

München - Bleibt er oder geht er? Die Zukunft von Bastian Schweinsteiger treibt den FC Bayern um. Sportvorstand Mathias Sammer vermeidet ein klares Bekenntnis.

Als sich Matthias Sammer auf der ersten Pressekonferenz des FC Bayern nach dem Trainingsauftakt zur Zukunft von Bastian Schweinsteiger äußerte, wurden die Ohren gespitzt.

"Er ist wichtiger Bestandteil der Mannschaft", sagte der Sportvorstand und schob dann nebulös nach: "Es gibt ein paar Konstellationen. Ich schließe in der Transferperiode gar nichts aus. Warten wir ab. Die alten Aussagen klingen manchmal schöner als die neuen."

Damit ist den Spekulationen um den Verbleib des Weltmeisters und Kapitäns der deutschen Nationalmannschaft mal wieder Tür und Tor geöffnet.

Bekenntnis zu Bayern

Fakt ist: Bei einem Werbedreh hatte sich Schweinsteiger deutlich zu den Bayern bekannt.

"Wir sind dreimal Deutscher Meister geworden. Und ich glaube, keine Mannschaft hat es viermal geschafft. Das ist eine Motivation", sagte der 30-Jährige unter anderem.

Die Crux ist: Der Drehtermin liegt etwa vier Wochen zurück. Zwar hat Schweinsteiger die Veröffentlichung am Montag autorisiert. Doch wie er sich seitdem intern zu seiner Zukunft geäußert hat, ist nicht klar.

So könnte Sammers Satz mit den "alten und neuen Aussagen" interpretiert werden.

Schweinsteiger will Vertrag nicht kündigen 

SPORT1 weiß allerdings aus dem engsten Umfeld von Schweinsteiger, dass der Mittelfeldspieler seinen bis 2016 laufenden Vertrag nicht selbst aus freier Hand zu kündigen gedenkt.

Die Frage ist: Was will der FC Bayern? Wollen die Münchner einen ihrer verdienten Profis auf elegante Weise und noch mit einer beträchtlichen Ablöse wegloben?

Dass Schweinsteigers Vertrag bei den Bayern noch einmal verlängert wird, scheint Stand heute eher unwahrscheinlich. Nur bei einem vorzeitigen Wechsel würden die Münchner noch Millionen einstreichen. Aber: Was passiert, falls ab Sommer 2016 der Trainer nicht mehr Guardiola, sondern Jürgen Klopp heißt?

Alonso nicht in der Diskussion

Auffällig ist, dass es immer wieder Schweinsteiger ist, um den sich die Diskussionen drehen.

Ein Xabi Alonso etwa steht nicht zur Disposition. Was zum einen an Trainer Pep Guardiola und seiner Vorliebe für spanische Spieler, zum anderen an der Verletzungsanfälligkeit von Schweinsteiger liegen kann.

Interner Kampf

Bei den Bayern muss sich Schweinsteiger einem enormen internen Kampf stellen.

Auf seiner Position im defensiven Mittelfeld hat er mit Philipp Lahm, Thiago, David Alaba, Javi Martinez und Xabi Alonso namhafte Konkurrenz.

Allerdings fühle er sich selbst "gut und bereit, die nächsten drei Jahre auf Top-Niveau zu spielen.“

An der Seite von Ivanovic

Derzeit weilt Schweinsteiger in Wimbledon an der Seite seiner Freundin Ana Ivanovic.

Die Nationalspieler haben noch verlängerten Urlaub, müssen erst am 11. Juli wieder ins Training

Unter anderem wirbt ja der englische Rekordmeister Manchester United mit Teammanager Louis van Gaal um seine Dienste.

"Basti wird gute Entscheidung treffen"

"Bast wird gemeinsam mit dem FC Bayern eine gute Entscheidung treffen, wie es weitergeht", sagte Thomas Müller der Sport Bild.

Wie auch immer diese Entscheidung aussehen wird: Auch Müller bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten: "Mich wird da keine der beiden Parteien nach meiner Meinung fragen."

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