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München und Wolfsburg - Die Verhandlungen um Kevin De Bruyne treiben Wolfsburg in den Wahnsinn, offenbar ist er tatsächlich bald weg. Dabei hätte es der Verein ganz einfach haben können.

Matthias Sammer ist genervt vom Thema Mario Götze, Viktor Skripnik ist genervt vom Thema Franco Di Santo, Pep Guardiola von Fragen zu seiner Zukunft, Til Schweiger von allen. Eine Republik am Abgrund.

Und jetzt erreichen auch die Nerven beim VfL Wolfsburg den Zerreißpunkt.

De Bruyne bricht Training ab

Kevin De Bruyne: Wenn Dieter Hecking das schon hört! Gut erzogen ist er aber, gibt deshalb immerhin Auskunft: "Alles im grünen Bereich."

Der Belgier hatte das Training am Mittwoch 20 Minuten vor dem Rest der Truppe abgebrochen, deshalb fragte SPORT1 nach.

Das erste Training nach jenem Abend in Hamburg. Als De Bruyne bei einer Preisverleihung aus Wolfsburger Sicht hereingelegt und zu einem Treue-Bekenntnis verführt wurde.

Wolfsburg reagiert sensibel

Die Auswirkung davon ist natürlich auch heute noch zu spüren, groß genug war das Medienecho europaweit schließlich. Umso sensibler sind sie aber jetzt beim VfL, was den Belgier betrifft.

Deshalb würgte Hecking jede weitere Frage zu De Bruyne ab, drehte sich lachend um und ging.

Witzig findet der Wolfsburger Trainer das aber nicht mehr, ist tatsächlich mächtig angefressen. Auch die Fans wollen endlich Klarheit.

Finale Angebote

Viel zu lange schon zieht sich die Geschichte aus Sicht des Vereins. Und die Entscheidung fällt wohl noch in dieser Woche, mit neuen Angeboten sowohl des VfL als auch dem Interessenten Manchester City.

67 Millionen Euro Ablöse soll Wolfsburg bereits abgelehnt haben, Berichten aus England zufolge soll City bereit sein, bis auf 80 Millionen zu erhöhen.

Nach SPORT1-Informationen geht die Tendenz bei De Bruyne selbst klar zu einem Wechsel, laut WAZ hat er sich bereits für die Engländer entschieden. Jetzt müssen sich noch die Vereine einigen.

Verdoppeltes Gehalt

Laut Bild-Zeitung hatte Wolfsburgs Geschäftsführer Klaus Allofs De Bruyne am Dienstag präventiv einen neuen Vertrag vorgelegt, mit auf zehn Millionen Euro verdoppeltem Jahresgehalt.

Die Wolfsburger wollen die Sache endlich hinter sich bringen – dabei hätten sie das schon viel früher erledigen können. Nur ein Machtwort von Allofs hätte es gebraucht, ohne "wenn" und "möglicherweise".

Vertrag eigentlich als Wolfsburger Trumpf

Schließlich hat De Bruyne einen Vertrag bis 2019, ohne Ausstiegsklausel. Nach ihm gierende Klubs hätten sich so jeden Versuch gleich schenken können.

Stattdessen hielt Allofs das Thema bis heute offen, Wolfsburg beschäftigt sich jetzt ernsthaft mit einem möglichen Abgang De Bruynes.

Die Wolfsburger Nachrichten brachten für diesen Fall mit Julian Draxler (FC Schalke 04), Isco (Real Madrid), Pedro (FC Barcelona) und Dries Mertens (SSC Neapel) bereits vier spektakulär klingende Alternativen ins Spiel.

Zukunft offener denn je

Ob realistisch oder nicht: Geht De Bruyne, müssen sich Allofs und Hecking etwas einfallen lassen. Die Frage, wo Deutschlands Fußballer des Jahres ab dem 1. September spielt, ist nämlich offener denn je.

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