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München - Nach der Niederlage durch einen Elfmeter beim FC Bayern gehen die Augsburger hart mit dem Schiedsrichter-Gespann ins Gericht. Knut Kircher entschuldigt sich.

Neues Spiel, alter Frust.

Nach den sieglosen Partien gegen Hertha BSC und Eintracht Frankfurt fühlte sich der FC Augsburg auch bei der 1:2-Niederlage im bayerischen Derby beim FC Bayern München vom Schiedsrichtergespann benachteiligt.

Auslöser des Ärgers war die Elfmeter-Entscheidung in der letzten Minute zugunsten des Rekordmeisters: Douglas Costa kam im Strafraum des FCA zu Fall, nachdem er bei einem Dribbling auf Markus Feulner aufgelaufen war.

"Wenn ich es knallhart sagen müsste, sind wir beschissen worden", polterte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl auf SPORT1-Nachfrage.

Kirchers spätere Entschuldigung brachte Augsburg auch nichts mehr. Der Schiedsrichter gab seinen Fehler zu und gestand ein, die entscheidende Szene nur "aus dem Augenwinkel" gesehen zu haben.

"So einen Elfmeter zu geben, ist einfach bodenlos", ärgerte er sich auch bei Sky. "Da reißt du dir den Arsch auf, und die Jungs haben das wirklich gut gemacht. Dann ein Spiel so zu entscheiden, ist schon bitter." Auch später war sein Frust noch nicht verflogen, und er forderte seinen Kollegen Pep Guardiola auf: "Pep, am besten sagst du, dass der Elfer ein Witz war."

Alexander Esswein, der zur Führung für die Gäste getroffen hatte, pflichtete seinem Trainer bei: "Das war ein Witz."

FCA-Kapitän Paul Verhaegh konnte die Entscheidung von Assistent Robert Kempter, der Schiedsrichter Knut Kircher gefolgt ist, ebenfalls nicht nachvollziehen. Der Niederländer ging in seiner Kritik aber noch ein wenig weiter: "Man weiß, wenn man in München spielt, ist der Schiedsrichter nicht auf deiner Seite."

Nach vier Spieltagen ohne Sieg liegen die Augsburger in der Bundesliga-Tabelle mit nur einem Punkt auf dem 15. Platz.

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