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Mainz - Der Mainzer Manager Christian Heidel spricht bei SPORT1 über sein persönliches Lewandowski-Erlebnis und die Chancen auf einen Erfolg gegen die Bayern.

18 Mal sind sich der FSV Mainz und der FC Bayern München in der Bundesliga bislang begegnet. Manager Christian Heidel hat alle Partien miterlebt. Seit 23 Jahren gehört der gebürtige Mainzer zum Vorstand der Rheinhessen. Immerhin drei Siege konnte Heidel gegen die Bayern bereits bejubeln.

Vor dem Spiel am Samstag (ab 15 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) erscheinen die Chancen auf einen weiteren Erfolg jedoch minimal. Die Bayern eilen von Sieg zu Sieg und stehen noch unter dem Eindruck von Robert Lewandowskis Fünf-Tore-Gala. Mainz verlor bei Bayer Leverkusen derweil nach schwacher Leistung mit 0:1.

Heidel spricht vor dem 19. Bundesliga-Duell mit dem Bayern bei SPORT1 über sein persönliches Lewandowski-Erlebnis, Erfolge gegen die Münchner und verleiht dem Gegner ein besonderes Prädikat.

SPORT1: Herr Heidel, wie bewerten Sie Robert Lewandowskis neun torreiche Minuten vom Dienstagabend?

Christian Heidel: Ich gehe fest davon aus, dass er jetzt müde ist. Wobei, er hat ja keine zehn Minuten für alles gebraucht (lacht). Im Ernst: Ich hoffe, dass ihm so ein Spiel jetzt nicht jedes Mal gelingt. Wir kennen Robert Lewandowski ja schon etwas länger, auch aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund. Ich denke nicht, dass unsere Spieler sich jetzt fünf Mal seine fünf Tore in der Wiederholung angucken.

SPORT1: Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Heidel: Ich habe vor dem Fernseher gesessen und konnte gar nicht glauben, was ich da sehe. Nach Lewandowskis viertem Tor habe ich nur noch das Bayern-Spiel verfolgt. Dann fiel der fünfte Treffer und fast noch der sechste – das wäre dann ja alles innerhalb von elf Minuten gewesen.

SPORT1: Haben Sie gedacht: Gott sei Dank stehen wir nicht auf dem Platz?

Heidel: Ich hatte schon etwas Mitleid mit dem VfL Wolfsburg. Die haben das in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht und wussten dann nicht mehr so richtig, wie ihnen geschieht. Die haben ja praktisch nur gegen einen Spieler verloren.

SPORT1: Wer zehn Minuten nicht auf dem Laufenden gewesen ist, hätte das alles mit Sicherheit für einen Scherz gehalten, oder?

Heidel: Sowas glaubt man natürlich nicht. Mein Sohn war an diesem Abend im Kino. Der hatte das 0:1 noch mitbekommen und dann eine Zeitlang keinen Empfang. Als der Empfang wieder da war, hat er nur 1:1, 2:1, 3:1, 4:1 und 5:1 gelesen. Der wollte das gar nicht glauben.

SPORT1: Sie könnten angesichts solcher Ergebnisse am Samstag sicherlich mit einem Punkt leben?

Heidel: Vor dem Spiel sagt man natürlich, dass man mit einem Unentschieden gegen Bayern München zufrieden ist. Wenn wir aber 5:0 führen, was ich mir nicht vorstellen kann, und es geht am Ende 5:5 aus, sind wir unglücklich. Aber natürlich wäre ein Punkt schon eine Überraschung. Ich weiß gar nicht, wann die Bayern zuletzt welche abgegeben haben.

SPORT1: Es gibt ein gutes Omen. Mainz hat Bayern 2010 zur Wiesn-Zeit schon mal mit 2:1 besiegt.

Heidel: Das war aber bei denen. Wir hätten jetzt auch lieber in München gespielt.

SPORT1: Allerdings war das letzte Heimspiel auch gut. Damals hat Arjen Robben erst in der Schlussminute für das Siegtor die Bayern erzielt. Nehmen Sie daraus was Positives mit?

Heidel: Man hat da wieder gesehen, dass die Bayern nicht so gerne bei uns spielen. Bis auf eine Ausnahme waren das nie klare Sachen. Aber wir spielen am Samstag gegen die momentan wohl beste Mannschaft der Welt. Ich kann aber versprechen, dass wir uns anstrengen werden. Wir geben uns nicht schon vorher auf.

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