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1899 Hoffenheim v VfB Stuttgart - Bundesliga
Alexander Zorniger hat beim VfB Stuttgart einen Vertrag bis 2018. © Getty Images

Sinsheim - Nach dem Remis bei 1899 Hoffenheim kann Stuttgarts Trainer Alexander Zorniger erst mal aufatmen. Der Last-Minute-Ausgleich von Tobias Werner verschafft dem VfB-Coach Luft.

Der VfB Stuttgart hat ausgerechnet im baden-württembergischen Derby einen Schritt aus der Krise gemacht.

Nach sechs Pleiten in sieben Spielen holten die stark ersatzgeschwächten Schwaben am 8. Spieltag ein 2:2 bei 1899 Hoffenheim. Timo Werner (90.) rettete den Punkt. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Der Teilerfolg, durch den sich Trainer Alexander Zorniger vorerst aus der Schusslinie gebracht hat, kam gerade rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung in der Länderspielpause (11. Oktober). (DATENCENTER: Tabelle)

Kevin Volland (33., Foulelfmeter und 77.) traf doppelt für die Hoffenheimer (acht Zähler). Das 1:1 für den VfB hatte Jan Kliment (64.) erzielt. Wenige Stunden vor dem Anpfiff mussten die Stuttgarter eine Schocknachricht verkraften.

Stürmer Daniel Ginczek wird voraussichtlich bis zum Jahresende fehlen.

Hinrunden-Aus für Ginczek

"Er hat eine Verletzung im Halswirbelbereich. Das bedeutet wahrscheinlich, dass er bis zum Ende der Hinrunde ausfallen wird", sagte Zorniger. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Vor 30.000 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena hatten die Gäste, die neben Ginczek auf Kapitän Christian Gentner und Filip Kostic verzichten mussten, schon in der 4. Minute großes Glück.

Nach einer Ecke traf TSG-Innenverteidiger Ermin Bicakcic aus kurzer Distanz den Pfosten.

Die Hoffenheimer, bei denen sieben Profis schon beim VfB unter Vertrag standen, bestimmten auch in der Folge das Geschehen. Große Torchancen konnten sich die Kraichgauer zunächst aber nicht mehr erarbeiten.

Nach knapp 20 Minuten kamen die Stuttgarter besser ins Spiel, Martin Harnik vergab in dieser Phase die erste gute Möglichkeit der Schwaben (27.).

Volland verwandelt Elfmeter

Sechs Minuten später lag der VfB in Rückstand. Nach einem Foul des Bosniers Toni Sunjic an TSG-Kapitän Pirmin Schwegler entschied Deniz Aytekin (Oberasbach) auf Strafstoß. Volland verwandelte sicher, es war das vierte Saisontor des Nationalstürmers.

Kurz darauf hätte Eduardo Vargas die Führung fast ausgebaut. Den Heber des Chilenen lenkte VfB-Torwart Przemyslaw Tyton gerade noch an den Pfosten (39.).

Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel brannte es erneut im Stuttgarter Strafraum. Volland, Jonathan Schmid und Vargas konnten ihre Chancen innerhalb weniger Sekunden aber nicht nutzen.

Werner mit großer Möglichkeit

Auf der Gegenseite vergab Timo Werner kurz darauf die große Möglichkeit zum Ausgleich (52.). Fünf Minuten später machte es Daniel Didavi auch nicht besser.

In 63. Minute setzte Zorniger alles auf eine Karte und brachte drei neue Spieler. Dieser Mut wurde umgehend belohnt. Der eingewechselte Tscheche Kliment traf bei seiner ersten Aktion nach einer Ecke per Kopf. Es war das erste Bundesligator des Neuzugangs.

Danach wollte der VfB zu viel. Volland brachte die TSG nach einem Konter wieder in Führung.

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