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Hamburg und München - Ex-Nationalspieler Simon Rolfes empfiehlt seinem ehemaligen Kollgen bei der Wortwahl künftig aufzupassen. Christoph Daum lobt dagegen Hummels Kritik an den Mitspielern.

Mats Hummels von Borussia Dortmund hat sich mit seiner wiederholten öffentlichen Kritik an Mitspielern - zuletzt nach der 1:5-Niederlage gegen Bayern München - keine Freunde in den eigenen Reihen gemacht. Bei SPORT1 kündigte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gar an, seinen Kapitän nach der Länderspielreise zum Rapport zu bestellen.

Angesichts des aktuellen Wirbels mahnt Ex-Nationalspieler Simon Rolfes den Verteidiger, bei seinen Statements künftig zu mehr Vorsicht. 

"Da muss man in der Wortwahl immer aufpassen, weil jedes Wort natürlich auf die Goldwaage gelegt wird. Deswegen ist es besser immer von 'wir' zu sprechen", sagte der 33-Jährige auf SPORT1-Nachfrage beim Deutschen Sportjournalistenpreis.

Grundsätzlich stehe es Hummels als Kapitän aber zu, sich in der Öffentlichkeit offensiver zu äußern als seine Mitspieler. Zudem lobte Rolfes seinen ehemaligen Nationalmannschaftskollegen als Typen: "Mats ist einer, der seine Meinung sagt. Ich denke, es ist wichtig für eine Mannschaft, dass es so einen gibt."

Simon Rolfes, der im Sommer seine Karriere beendete, spricht dabei aus eigener Erfahrung. Von 2008 trug er bei Bayer Leverkusen selbst sieben Jahr lang die Kapitänsbinde. 

"Bereit sich unbeliebt zu machen"

Auch Trainer Christoph Daum verteidigte bei SPORT1 Hummels Äußerungen: "Sie sind eine Aufforderung an alle Mitspieler, wirklich das Optimum aus ihren Möglichkeiten herauszuholen."

Das Verhalten des Abwehrspielers sei mit Hinblick auf die jetzt drei Spiele andauernde Durststrecke ohne Sieg schlicht verantwortungsvoll. "Er ist bereit, sich unbeliebt zu machen im Sinne des Mannschaftserfolges, im Sinne des Erfolges von Borussia Dortmund", lobte Daum.

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