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BVB-Sportdirektor Michael Zorc glaubt nicht mehr an die Meisterschaft © Imago

Dortmund - Trotz des Sieges im Derby hisst BVB-Sportdirektor Michael Zorc im Meisterschaftskampf die weiße Flagge. Auf Seiten der Schalker herrschen gemischte Gefühle. Stimmen.

Mit 3:2 gewinnt Borussia Dortmund das 147. Revierderby gegen Schalke 04 und hat nun bereits acht Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten VfL Wolfsburg. (DATENCENTER: Tabelle Bundesliga)

(Dienstag, 18.30 Uhr im TV auf SPORT1: Bundesliga Aktuell mit einem 'Ruhrpott spezial')

Sportdirektor Michael Zorc glaubt dennoch nicht an die Meisterschaft und nennt dafür nach dem Spiel einen guten Grund. Pierre-Emerick Aubameyang erinnert mit einem T-Shirt an seinen Batman-Jubel vom letzten Derby und widmet sein Tor dem verletzten Marco Reus. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Auf Seiten der Schalker mischt sich der Frust über die Niederlage mit Stolz auf die eigene Leistung.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky zusammen.

Matthias Ginter (Borussia Dortmund): "Wenn wir hier nicht drei Punkte mitnehmen sind wir selber Schuld. Wir hatten unglaublich viele Chancen auf das vierte Tor. Wir sind froh, dass es am Ende gereicht hat. Es ist einfach atemberaubend, wie das ganze Umfeld hier mitfiebert, das kann man nicht beschreiben. Wir freuen uns, dass wir den Fans den Sieg schenken konnten."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Mit den 29 Punkten wären wir in Spanien, England und Italien Tabellenführer, aber da spielt Bayern München nicht. Die gewinnen eben jedes Spiel. Das ist in diesem Jahr für uns das Problem."

Zur Frage, ob die Meisterschaft noch einmal spannend werden kann: "Nein."

Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund): "Ich bin sehr zufrieden, dass wir gewonnen haben. Die Aktion mit dem T-Shirt war eigentlich mit Marco (Reus, Anm. d. Red.) geplant. Ich widme mein Tor Marco. Ich habe mit dem Trainer vorher nicht darüber gesprochen, sonst hätte er es bestimmt verboten, weil ich die gelbe Karte bekomme."

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Klaas-Jan Huntelaar (Kapitän Schalke 04): "Wir haben eigentlich ein gutes Spiel gemacht und es ist schade, dass es am Ende nicht gereicht hat. Es kann nicht sein, dass Kagawa mit dem Kopf ein Tor gegen uns macht. Aber im Spiel passieren immer Fehler, das gehört dazu."

Zum umstrittenen Jubel nach dem 1:1 vor der Dortmunder Südtribüne: "Ich interessiere mich nicht für die Leute."

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Die Spannung am Ende wäre nicht nötig gewesen. Wir hatten so viele hochkarätige Torchancen, um auf 4:1 zu stellen. Dann wäre es entschieden gewesen. Wir haben am Anfang nicht so frei gespielt, wie wir es wollten. Ich hatte das Gefühl, dass die Spieler keinen Fehler machen wollten, die Leichtigkeit hat etwas gefehlt."

Andre Breitenreiter (Trainer Schalke 04): "Wir haben heute ein hochklassiges Spiel gesehen, von beiden Mannschaften. Wir haben zu einem unglücklichen Zeitpunkt die Gegentore bekommen. Wir haben immer an uns geglaubt und unseren Beitrag zu einem tollen Fight geliefert. Andere Mannschaften lassen sich hier abschlachten, aber wir haben nicht aufgegeben und hatten sogar noch die Chance zum Ausgleich."

Leroy Sane (FC Schalke 04): "Ich bin sehr enttäuscht. Wir hätten hier mindestens einen Punkt verdient gehabt. Für mich persönlich ist die Woche sehr gut gelaufen mit der Nationalmannschaftsnominierung. Aber es ist natürlich trotzdem bitter, dass wir hier das Spiel verloren haben."

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