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Bayern-Präsident Karl Hopfner stellt erneut klar: Falls Uli Hoeneß nach seiner Haftstrafe an die FCB-Spitze zurückkehren will, würde er sich ihm nicht in den Weg stellen.

Karl Hopfner hat bekräftigt, dass er Uli Hoeneß nach dessen Haftentlassung die Rückkehr an die Vereinsspitze des FC Bayern München freimachen würde. Sollte Hoeneß von den Gremien vorgeschlagen werden, werde er "selbstverständlich" Platz machen, sagte Hopfner bei einem Termin am Mittwoch in der KZ-Gedenkstätte in Dachau, "das ist keine Frage."

Hopfner hatte nach Hoeneß' Rückzug 2014 sowohl das Amt des Präsidenten als auch den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden beim FC Bayern übernommen. Seine Amtszeit läuft bis zur Jahreshauptversammlung 2016, die im Oktober oder November stattfinden wird.

"Kein Dissens zwischen Uli und mir"

Bereits damals hatte er angekündigt, Hoeneß nach dessen Rückkehr aus dem Gefängnis willkommen zu heißen - und den Weg freizumachen, sollte Hoeneß wieder Präsident werden wollen. "Ich bin demokratisch gewählt bis zur Jahreshauptversammlung Ende des Jahres, darauf habe ich mich eingestellt, nicht mehr und nicht weniger. Ich denke gar nicht über diesen Zeitpunkt hinaus", sagte Hopfner.

Hoeneß, der wegen Steuerhinterziehung zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, wird am 29. Februar vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen. "Uli soll den Kopf mal freikriegen, soll mal durchschnaufen, soll sich mal erholen, mit seiner Familie darüber nachdenken, und dann wird er rechtzeitig uns mitteilten, was passiert. Da gibt es überhaupt keinen Dissens zwischen Uli und mir", so Hopfner.

"Wir bilden nicht für die Bundesliga aus"

Auch über den zuletzt auch von Verteidiger Holger Badstuber kritisierten Nachwuchs des FC Bayern München sprach Hopfner bei dem Termin anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. "Uli Hoeneß ist da sehr aktiv, auch mit Matthias Sammer und Wolfgang Dremmler, dem Leiter des Nachwuchsleistrungszentrums. Sie versuchen die Werge dorthin zu bringen, dass wir später mal wieder Müllers, Schweinsteigers, Lahms, Badstubers undsoweiter aus dem Jugendbereich bekommen", so Hopfner, der aber auch betonte, dass es für junge Spieler beim FC Bayern "schwieriger als bei anderen Vereinen" sei, aus der Jugend in die "erste Champions-League-Mannschaft zu kommen".

Allerdings stellte Hopner auch klar: "Unser Ziel muss sein, dass unsere Spieler es direkt von der zweiten Mannschaft in erste schaffen. Wir bilden nicht für die Bundesliga aus, sondern für uns", sagte er.

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