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FBL-GER-BUNDESLIGA-DARMSTADT-LEVERKUSEN
Julian Brandt feiert mit seinen Teamkollegen sein Tor zum entscheidenden 2:1 © Getty Images

Darmstadt - Bayer Leverkusen dreht die Partie gegen Darmstadt 98 nach Halbzeit-Rückstand. Julian Brandt erzielt den entscheidenden Treffer durch einen Konter.

Bayer 04 Leverkusen hat den Frust über das Aus im DFB-Pokal in der Bundesliga wieder abgebaut.

Beim SV Darmstadt 98 gewann das Team von Trainer Roger Schmidt nach einem 0:1-Rückstand noch 2:1 (0:1) und feierte eine gelungene Generalprobe für die Zwischenrunde der UEFA Europa League am kommenden Donnerstag bei Sporting Lissabon. Am vergangenen Dienstag war Bayer gegen Abstiegskandidat Werder Bremen im Pokal-Viertelfinale ausgeschieden (1:3). (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Führung durch Wagner

Sandro Wagner (28.) brachte die Gastgeber auf dem "Acker" im Stadion am Böllenfalltor sogar in Führung, Pechvogel Aytac Sulu sorgte mit einem Eigentor für den Ausgleich (62.), ehe Julian Brandt (77.) den Siegtreffer für die Gäste erzielte. Lilien-Abwehrchef Sulu hatte im Hinspiel noch ins richtige Tor getroffen und das Spiel damals entschieden (1:0). (DATENCENTER: Tabelle)

Erstmals in dieser Saison ist Bayer damit sechs Spiele in Folge ungeschlagen, in der Tabelle eroberte die Werkself Platz drei. Die Lilien, die von elf Heimspielen nur eins gewonnen haben, verpassten es hingegen, vor den "Wochen der Wahrheit" mit Partien gegen die Bayern, Bremen und Borussia Dortmund noch Selbstvertrauen zu tanken. 

Vor 16.800 Zuschauern, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw, waren die Gäste in der Anfangsphase zunächst das bessere Team.

Ohne den verletzten Torjäger Javier Chicharito Hernández (Faserriss in der Gesäßmuskulatur) fehlte aber die Durchschlagskraft. Nur selten wurde es für Lilien-Torwart Christian Mathenia wirklich gefährlich, die Darmstädter Viererkette um Torjäger-Abwehrchef Sulu stand sicher.

In der Offensive zeigten die Gastgeber auf dem schwer ramponierten Rasen im baufälligen "Bölle" ihr bekanntes Powerplay-Spiel und versuchen immer wieder, schnell und schnörkellos vor das Bayer-Tor zu gelangen.

Darmstadt anfänglich überlegen

Mit zunehmender Spieldauer ließ sich die Werkself immer mehr davon beeindrucken und beschränkte sich zeitweise sogar nur noch auf Konter. Trotz der eigentlich höheren Qualität im Angriff blieben Ex-Nationalspieler Stefan Kießling und Co. wirkungslos. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Auf der Gegenseite blieb es zunächst bei halben Chancen, wie dem Kopfball von Luca Caldirola (21.) und dem Freistoß von Tobias Kempe (25.), bei denen Bayer-Keeper Bernd Leno zur Stelle war. Dann aber bestrafte Wagner die Leverkusener Passivität eiskalt mit einem Abstauber und dem ersten Heimtreffer der Lilien seit 340 Minuten. 

Neben Chicharito fehlte Bayer auch Mittelfeld-Lenker Christoph Kramer (grippaler Infekt). Das auf insgesamt vier Positionen veränderte Team bekam das Spiel dann in der Phase vor der Halbzeit wieder etwas besser in den Griff. Dennoch war der Rückstand verdient.

Calhanoglu sorgt für die Wende

Nach der Pause wurde es für beide Teams bei immer stärker werdendem Regen noch schwieriger, vernünftig zu kombinieren. Die kampfstarken Gasgeber kämpften um jeden Zentimeter Rasen, was die Bayer-Profis weiterhin zu beeindrucken schien. 

Auch nach gut einer Stunde hatte Leverkusen keine zwingende Torchance zu verzeichnen. Schmidt reagierte und brachte Hakan Calhanoglu (57.), der den Ausgleich durch Sulus Eigentor einleitete.

"Beide Mannschaften haben sich überhaupt nichts geschenkt", sagte Darmstadts Trainer Dirk Schuster nach der Partie. "Wir sind viele Wege gegangen und waren von der kämpferischen Note her vielleicht einen Tick besser. Für mich hatte das Spiel keinen Sieger verdient – aber so ist der Fußball."

"Wir sind natürlich sehr glücklich, dass wir dieses sehr schwierige Spiel gewinnen konnten", meinte indes Roger Schmidt, Trainer von Leverkusen. "Es war ein Kampf um jeden Quadratzentimeter. Aber wir haben uns der Aufgabe gestellt. Wir haben leidenschaftlich gekämpft, um die drei Punkte zu behalten."

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