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Nach nur 107 Tagen im Amt tritt Huub Stevens bei der abstiegsbedrohten TSG 1899 Hoffenheim zurück. Die Co-Trainer sollen den Klub vor dem ersten Abstieg bewahren.

Huub Stevens (62) tritt aus gesundheitlichen Gründen als Trainer von 1899 Hoffenheim zurück. Das bestätigte sein Sohn Maikel SPORT1, auch der Verein machte die Personalie mittlerweile offiziell.

Bei einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz am Mittwoch in Zuzenhausen (ab 15 Uhr im LIVETICKER) werden Details zum Rücktritt genannt werden. Die akut abstiegsgefährdeten Kraichgauer belegen in der Tabelle nach 20 Spieltagen mit nur 14 Punkten den enttäuschenden 17. Rang.

Den Verein traf der Rücktritt trotz der prekären sportlichen Lage offenbar unerwartet. "Wir waren genauso überrascht", sagte Mediendirektor Christian Frommert zu SPORT1.

Assistenten sollen übernehmen

Nun sollen Stevens' Assistenten Alfred Schreuder und Armin Reutershahn die Mannschaft bis zum Saisonende betreuen. Sie sollen den ersten Bundesliga-Abstieg der Hoffenheimer verhindern.

Im Punktspiel am Samstag in Bremen ( ab 15 im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) könnte bereits eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen.

Ab der kommenden Saison übernimmt Julian Nagelsmann. Der künftige Coach hat einen Vertrag bis 2019 unterschrieben und würde im Fall des Klassenerhalts in der kommenden Spielzeit mit 28 Jahren der jüngste Trainer der Bundesliga sein.

Akute Abstiegsgefahr

Stevens hatte Ende Oktober die Nachfolge des entlassenen Markus Gisdol angetreten.

In zehn Partien unter der Regie des Niederländers, der ohnehin nur bis zum Ende der Saison als Feuerwehrmann arbeiten wollte, verbuchten die Hoffenheimer lediglich einen Sieg und nur acht Zähler.

Hoffenheim hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz (Werder Bremen), der Abstand zum rettenden Ufer beträgt sieben Zähler.

Niederlage gegen Darmstadt

Den jüngsten Tiefpunkt hatte die TSG erst am Sonntag erlebt, als das Heimspiel gegen den Aufsteiger und direkten Konkurrenten Darmstadt 98 mit 0:2 verloren wurde.

Ein Wechsel auf der Trainerbank hatte sich danach zunächst nicht angedeutet.

"Es ist keine Alternative, den Laden zuzumachen. Und ein Trainerwechsel ist auch keine Alternative", hatte Sportchef Alexander Rosen nach dem sportlichen Offenbarungseid gesagt.

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