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Wolfsburgs Manager Klaus Allofs © Getty Images

Nach der Pleite in Hoffenheim gerät für Wolfsburg sogar die Europa-League-Teilnahme in Gefahr. Manager Klaus Allofs findet deutliche Worte.

Klaus Allofs war von der Alltags-Armut seiner Königsklassen-Kicker dermaßen bedient, dass er eigentlich nur einen deftigen Kommentar übrig hatte.

"Das war ein Scheißspiel - das sagt doch alles", wetterte der Manager des VfL Wolfsburg nach dem 0:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim. Dem Höhenflug des VfL ins Viertelfinale der Champions League folgte die harte Landung in der Bundesliga.   

Doch nach einem kurzen Moment des Innehaltens legte Allofs sogar noch nach. Der 59-Jährige sprach den hochbezahlten VfL-Profis die Klasse ab. "Das war nicht im Stil einer Champions-League-Mannschaft. Wir haben keine Minute so gespielt", sagte Allofs: "Wir waren vom Kopf her nicht bereit, dagegenzuhalten."    

Schürrle: "Platz drei unrealistisch"

Der Ärger des Managers über den ganz schwachen Auftritt des Vizemeisters am 26. Spieltag war verständlich. Schließlich ist sogar die Teilnahme an der Europa League der Wölfe, die den vierten Pflichtspiel-Sieg in Folge und den 250. Bundesliga-Dreier verpassten, akut in Gefahr.

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Die Königsklasse ist für den DFB-Pokal-Sieger sogar ganz weit weg. Der Rückstand auf den dritten Platz, der die direkte Qualifikation bedeutet, beträgt bereits acht Punkte.

"Über den dritten Platz zu sprechen, ist derzeit unrealistisch", sagte Weltmeister Andre Schürrle. Und für Allofs muss jetzt schon ein "richtiger Durchmarsch her, um noch eine Chance darauf zu haben".

Hecking: Vieles unbefriedigend"

Coach Dieter Hecking machte allerdings nicht den Eindruck, als ob er daran noch glaube. Seine Analyse der Partie vor 25.231 Zuschauern, die der Kroate Andrej Kramaric mit seinem dritten Saisontor bereits nach 123 Sekunden zugunsten der TSG entschied, war vernichtend.

"Wir sind verdient als Verlierer vom Platz gegangen. Vieles war unbefriedigend", sagte er: "Die Kraft lasse ich dafür nicht gelten. Wir haben schon am Dienstag gespielt. Das ist kein Alibi für mich."    

Im Gegensatz zum VfL können sich die Hoffenheimer, die im dritten Heimspiel unter der Regie des neuen Trainers Julian Nagelsmann den dritten Sieg feierten, auf das Sportliche konzentrieren.

Trotz eines verschossenen Foulelfmeters von Kevin Volland (57.) ist der Vorletzte drauf und dran, den ersten Abstieg doch noch abzuwenden. Die TSG steht nur noch aufgrund eines fehlenden Treffers auf einem direkten Abstiegsplatz.

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