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Gelsenkirchen - Horst Heldt dementiert eine interne Trainerdiskussion bei Schalke - und spricht Andre Breitenreiter eine Jobgarantie bis zum Saisonende aus. Kommt dann Lucien Favre?

"Es gibt immer viel Gerede bei Schalke 04, das kann ich bestätigen, aber intern führen wir keine Trainerdiskussion und haben sie auch nie geführt", sagte Schalkes Sportvorstand Horst Heldt am Mittwochabend nach dem 3:2 (1:1) gegen den Hamburger SV auf SPORT1-Nachfrage zur Kritik an Andre Breitenreiter.

"Andre macht einen sehr, sehr guten Job", stärkte Heldt dem von ihm im Sommer verpflichteten Trainer den Rücken. "Es ist damals die Idee von Schalke 04 gewesen, mit ihm etwas aufzubauen und nicht gleich schon wieder alles in den Senkel zu stellen."

"Da kann ganz viel spekuliert werden, das ist mir jetzt alles auch ziemlich schnuppe, weil das für mich nicht mehr maßgebend ist. Ich führe keine Trainerdiskussion", sagte Heldt.

Treffen von Heidel und Favre?

Die aktuell größte Spekulation: Heldts Nachfolger Christian Heidel soll sich Anfang der Woche mit dem ehemaligen Gladbach-Coach Lucien Favre getroffen haben.

Wie Heidel über Breitenreiter und dessen Arbeit denkt, darüber ließ der Noch-Mainz-Manager bislang nichts durchblicken.

Bis zum 30. Juni steht Heldt noch in der Verantwortung, ehe Heidel die Amtsgeschäfte des Managers übernehmen wird. "Bis dahin werde ich von mir aus keine Trainerdiskussion führen", stellte Heldt nochmals klar.

Das bedeutet auch: Heldt spricht Breitenreiter eine Jobgarantie bis zum Saisonende aus.

Breitenreiter gibt sich gelassen

Nicht erst nach dem Zwischenrunden-Aus in der Europa League war André Breitenreiter, der einen Vertrag bis 2017 besitzt, von vielen Seiten infrage gestellt worden.

In seiner ersten Saison als Cheftrainer der Königsblauen bläst dem 42-Jährigen heftiger Gegenwind ins Gesicht. Zuletzt kritisierte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus vehement die taktische Ausrichtung unter Breitenreiter.

Der Schalke-Coach selbst sagte vor der Partie gegen den Hamburger SV gelassen: "Diese Diskussionen haben auf Schalke Tradition." Nur mit Ergebnissen könne er das beeinflussen, so Breitenreiter.

Heldt: "Der Verein braucht Ruhe"

Das tat sein Team mit dem 3:2-Erfolg über den HSV - und setzte mit dem Jubel vor der Trainerbank nach dem dritten Treffer ein Zeichen für Breitenreiter.

Nach dem Spiel sagte Heldt noch zur grundsätzlichen Gemengelage auf Schalke: "Der Verein braucht Ruhe in vielerlei Hinsicht. Das ist oftmals nicht gegeben, daran muss man arbeiten."

Das darf indirekt auch als Arbeitsauftrag an seinen Nachfolger verstanden werden.

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