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Martin Stranzl beendet im Sommer seine Karriere
Martin Stranzl beendet im Sommer seine Karriere © Getty Images

Martin Stranzl von Borussia Mönchengladbach muss am Mittwoch das Training abbrechen. Mahmoud Dahoud fehlt angeschlagen, ein weiterer Defensivakteur ist krank.

Martin Stranzl ist offenbar kein schönes Karriereende vergönnt.

Der Abwehrchef von Borussia Mönchengladbach, der im Sommer seine Karriere beenden wird, musste am Mittwoch das Training wegen eines Ziehens in der Leistengegend abbrechen.

Bei einer Untersuchung stellte sich die Verletzung als Knochenhautreizung am Schambein heraus. Damit fällt der Österreicher für das Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Wochenende aus.

Die intensive Vormittagseinheit fand auch ohne den erkrankten Nico Elvedi und den angeschlagenen Mahmoud Dahoud (Sprunggelenksstauchung) statt.

In dieser Saison kam Stranzl lediglich in drei Bundesligaspielen zum Einsatz. Ein Bruch des Augenhöhlenbodens in der Hinrunde setzte ihn für Monate außer Gefecht, außerdem plagten ihn zuletzt immer wieder Oberschenkel- und Knieprobleme. Zuletzt fiel der Innenverteidiger mit einem Muskelfaserriss in der rechten Wade aus.

Stranzl bestritt seit seinem Wechsel im Januar 2011 von Spartak Moskau nach Mönchengladbach 144 Pflichtspiele (zehn Tore) für den fünfmaligen deutschen Meister. "Es gibt Signale vom Körper und so ist die Entscheidung in den letzten Wochen gereift", hatte Stranzl bei seiner Rücktrittserklärung Anfang März gesagt.

In der Bundesliga spielte Stranzl zudem für 1860 München und den VfB Stuttgart. Nach seinem Gastspiel in Moskau kam er Anfang 2011 zur Borussia und schaffte mit dem Team unter Lucien Favre noch den Klassenerhalt in der Relegation gegen den VfL Bochum.

In den kommenden Jahren folgte die Teilnahme an der Europa League, in der vergangenen Saison sogar die Qualifikation für die Champions League. Stranzl hatte daran mit seinen konstant guten Leistungen großen Anteil.

Seine Karriere in der österreichischen Nationalmannschaft hatte er nach 56 Länderspielen (drei Tore) bereits im November 2009 für beendet erklärt.

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