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Thomas Berthold (l.) sähe Mario Götze nicht als Verstärkung für den BVB

SPORT1-Experte Thomas Berthold rät Borussia Dortmund von einem Transfer von Mario Götze ab. Bei Schalke fehlen ihm derweil die Führungskräfte.

Hallo Fußball-Fans,

zweifellos durchlebt Mario Götze eine schwere Zeit. Neben all seinen Verletzungen konnte er sich unter Pep Guardiola nie wirklich durchsetzen. Das geht an niemandem spurlos vorbei.

Doch seit vergangener Woche sehen wir Götze wieder etwas aufblühen. Im Länderspiel gegen Italien zeigte er eine starke Vorstellung, ebenso in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt. Es mag sein, dass ihm das Auftrieb gibt.

Wie nun publik wurde, soll nun auch Borussia Dortmund Interesse an ihm haben. Doch meines Erachtens braucht der BVB Götze nicht. Falls Henrikh Mkhitaryan seinen Vertrag verlängert, ist seine Position nicht mehr vakant. Ich glaube, er wurde nur ins Spiel gebracht, weil der BVB einer der Vereine ist, die noch 18 bis 20 Millionen zu zahlen bereit sind.

Carlo Ancelotti und die Verantwortlichen des FC Bayern stehen sicher im regen Austausch und planen die kommende Saison. Der Name Mario Götze wird dort auch zuweilen fallen. In diesem Zuge werden alle Möglichkeiten geprüft.

Ob der BVB sich nun mit Götze beschäftigt oder nicht - wichtig ist zunächst die aktuelle Saison. Am Donnerstag treffen die Schwarz-Gelben auf den FC Liverpool und ihren alten Erfolgscoach Jürgen Klopp. Ein Spiel, das an Brisanz kaum zu überbieten ist.

Wie das Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen gezeigt hat, verfügt der BVB nicht über allzu viele Optionen in der Defensive. Sobald Mats Hummels und Neven Subotic ausfallen, müssen Sven Bender und Matthias Ginter spielen. Da wird es dann schon dünn - womöglich auch gegen Liverpool.

Doch all das sind Luxusprobleme im Vergleich zu denen des FC Schalke 04. Den Königsblauen fehlen wichtige Stabilisatoren. Ein 21-Jähriger kann dich nicht in die Champions League schießen. Es stellt sich auch die Frage, wie diese jungen Spieler mit dem Druck umgehen können. Mit einem Druck, der auf Schalke bekanntlich sehr hoch ist.

Doch dass auch die Schalker Probleme von luxuriöser Natur sein können, zeigt ein Blick in den Keller. Dort hadern Teams wie Augsburg oder Frankfurt mit dem Schicksal. Meine Prognose lautet, dass Darmstadt, Augsburg oder Frankfurt auf den Plätzen 16 und 17 landen.

Hoffenheim indes wird sich retten. Die Mannschaft ist unter Julian Nagelsmann bislang sehr souverän aufgetreten.

Bis demnächst

Euer Thomas Berthold

Ex-Nationalspieler Thomas Berthold ist als Experte im Volkswagen Doppelpass tätig und wechselt sich in dieser Saison bei der sonntäglichen Doppelpass-Kolumne mit Thomas Strunz ab.

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