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Die Pleite gegen Borussia Dortmund will der VfB Stuttgart schnellstmöglich abhaken, auch mit Blick auf das Abstiegsendspiel in Bremen. Doch die Stimmung droht zu kippen.

Jürgen Kramny schlug sich auf die Brust und hob die Stimme merklich an.

"Kopf hoch und weiter geht's. Jeder muss sich stellen. Ich gehe voran - egal, woher der Wind kommt", sagte der Trainer des VfB Stuttgart energisch.

Das ernüchternde 0:3 (0:2) gegen den designierten Vize-Meister Borussia Dortmund war noch keine Stunde alt, da ging es Kramny nur noch um den Showdown 16. gegen 15. bei Werder Bremen am Montag in einer Woche (ab 20 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER).

(Die Highlights der Partien gibt es am Sonntag um 9.15 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1)

Dutt "interessiert nur nächste Woche"

Beim fünfmaligen Deutschen Meister wissen alle, dass das Duell an der Weser womöglich über den Ausgang dieser Saison entscheidet.

Deshalb wurde die Schlappe gegen den übermächtigen BVB auch von VfB-Sportvorstand Robin Dutt augenblicklich aus den Gedanken verbannt. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

© SPORT1

"Das Spiel interessiert mich nullkommanull, mich interessiert nur nächste Woche. Wir können auf die Tabelle schauen, dann wissen alle Bescheid", machte Dutt klar und stärkte gleich noch Trainer Kramny den Rücken.

Sich von dem 44-Jährigen zu trennen, sei "völlig ausgeschlossen".

Stimmung droht zu kippen

Die Stimmung jedoch scheint zu kippen beim VfB. Ein gellendes Pfeifkonzert aus der Cannstatter Kurve und einige deutliche Gesten empfingen die Mannschaft nach der Heimpleite, direkten Kontakt zu den Fans vermieden die Spieler.

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Doch bis zum Showdown in Bremen wollen die Stuttgarter dennoch ihre Unsicherheit abstreifen, ihre Krise mit nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Spielen auslöschen.

In dieser Phase seien Trends ohnehin Makulatur, behauptete Dutt. "Es gibt in den letzten vier Saisonspielen kein Momentum. Die Mannschaft wird nächste Woche gewappnet sein", kündigte er an.

Kramny beschwört Zusammenhalt

Auch Kramny ist davon überzeugt. Mantraartig beschwor der VfB-Coach den Zusammenhalt, den Blick nach vorn, um sich aus dieser misslichen Situation zu befreien.

Die Stuttgarter bauen sich dabei auch mit der Erfahrung aus der Vorsaison auf, als sie abgeschlagen schienen, aber mit drei Erfolgen nacheinander noch die Last-Minute-Rettung schafften.

"Wir hatten letztes Jahr drei solche Spiele", sagte Verteidiger Florian Klein, "wir müssen es angehen, als wäre es das letzte Spiel, es geht mehr oder weniger um alles."

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