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München - Mario Götze bekennt sich zum FC Bayern und wird daraufhin prompt von Karl-Heinz Rummenigge eingebremst. SPORT1 zeigt, was hinter den Aussagen des Bayern-Bosses steckt.

Das Wechsel-Wirrwarr um Mario Götze geht in die nächste Runde. Nachdem der 23-Jährige vor wenigen Tagen entgegen aller Erwartungen ein öffentliches Treuebekenntnis abgelegt hatte, meldet sich nun Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu Wort und zeigt sich irritiert über die Aussagen des einstigen Wunderknaben.

SPORT1 beantwortet die wichtigsten Fragen zum Götze-Hickhack.

Was hat Götze gesagt?

Anfang der Woche brachte Mario Götze die Diskussion um seine Zukunft selbst ins Rollen. Der Bild sagte der 23-Jährige: "Ich freue mich auf die neue Saison in München und werde alles daran setzen, bei meinem ersten Training unter Carlo Ancelotti topfit anzutreten."

Nachdem alles auf einen Wechsels Götzes im Sommer hindeutete, kam das öffentliche Treuebekenntnis des WM-Helden von 2014 umso überraschender.

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Wie reagierte Bayern auf Götzes Bekenntnis?

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge zeigte sich von den Aussagen des WM-Helden von 2014 irritiert. Götzes Ankündigung sei "schwierig einzuschätzen". Dem kicker sagte er: "Mario wurde alles klar und seriös kundgetan. Er weiß Bescheid, wie der Klub denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt." 

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Der 56-Jährige ließ  keine Zweifel daran, dass Götzes Abschied intern wohl schon lange beschlossene Sache ist: "Ich hatte Gespräche mit ihm, auch Ancelotti. Mario kennt die Gedanken des FC Bayern. Vielleicht möchte er jetzt einfach in Ruhe die EM spielen."

Wie sind die Worte des Bayern-Bosses zu bewerten?

Rummenigge ist ein Mann der klaren Worte. Es ist nicht das erste Mal, dass der Bayern-Boss Botschaften an die Öffentlichkeit trägt, um ihnen den nötigen Nachdruck zu verleihen.

So stellt sich die Situation nun auch im Fall Götze dar. Rummenigge macht dem Finaltorschützen von Rio zwischen den Zeilen unmissverständlich klar, dass der FC Bayern für die kommende Saison und darüber hinaus nicht mehr mit ihm plant. Klarer Tenor: Wir brauchen dich nicht mehr.

Was bezweckt Rummenigge mit seinen Aussagen?

Mit seinem Schritt an die Öffentlichkeit forciert Rummenigge den vorzeitigen Abschied Götzes. Nur noch in diesem Jahr könnten die Bayern für den einstigen Wunderknaben Ablöse kassieren.

Zwar sind die Münchener nicht unbedingt auf das Geld aus Transfererlösen angewiesen, einen zweistelligen Millionenbetrag für einen Bankdrücker dürfte sich allerdings auch der große FC Bayern nicht durch die Lappen gehen lassen - erst recht nicht nach den Ausgaben für Renato Sanches und Mats Hummels.

Welche Rolle spielt Neu-Trainer Carlo Ancelotti?

Besonders brisant im Wechsel-Hickhack um den Ex-Dortmunder gestalten sich die widersprüchlichen Aussagen über die Planungen des künftigen Bayern-Trainers.

Bereits im März kursierten Gerüchte über ein Telefonat zwischen Götze und Ancelotti, in dem der italienische Star-Coach dem 23-Jährigen klar gemacht haben soll, dass er nicht mit ihm plane.

Die Spekulationen decken sich mit den Aussagen Rummenigges. Götze selbst will von diesem Gesprächshergang allerdings nichts wissen. In der Bild beteuerte er, mit Ancelotti ein "sehr gutes" Telefongespräch gehabt zu haben.

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Was bedeutet Rummenigges Botschaft für Götzes Zukunft?

Rummenigges Aussagen sind deutlich: Bayern will Götze noch in diesem Sommer loswerden. Sollte er sich dennoch entscheiden, bei den Bayern zu bleiben, wird er wohl erneut nicht über die bisherige Rolle als Edeljoker hinauskommen.

Zumal die Bayern ihre Kaderplanung noch nicht abgeschlossen haben. Nach SPORT1-Informationen ist der deutsche Rekordmeister unter anderem an einer Verpflichtung des Schalker Sturmjuwels Leroy Sane interessiert.

Götze hätte wohl problemlos zum FC Liverpool wechseln können - zu seinem ehemaligen Förderer Jürgen Klopp. Die Reds oder Ex-Klub Dortmund könnte er mit seinen Aussagen  nun verprellt haben. Doch spätestens wenn er bei der EM eine gute Rolle spielen sollte, dürften sich wieder einige Türen öffnen.

Klar ist: Eine Ära Mario Götze in München ist nahezu ausgeschlossen.

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