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Ingolstadt - Für Bayerns Boss Karl-Heinz Rummenigge ist die Meisterschaft Balsam nach dem Aus in der Champions League. Er hofft auf einen Effekt für das Pokal-Endspiel.

Die Feierlichkeiten fielen eher zurückhaltend aus. Ein bisschen "Humba" mit Anheizer Thomas Müller, eine kleine Polonaise, ansonsten umarmte eher brav jeder jeden - und das war es dann auch schon.

Wobei, in der Kabine, berichtete der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge kurz darauf, sei hinterher schon dem Anlass entsprechend gefeiert worden, schließlich sei dieser vierte Meistertitel von Bayern München in Serie ja schon "historisch".

Doch auch er wollte nach dem 2:1 (2:1) beim FC Ingolstadt doch nicht verhehlen, dass es unter anderen Umständen wohl heftiger zugegangen wäre.

Rummenigge: "Es lebe der FC Bayern"

Nein, sagte Rummenigge, man brauche nicht "lange drumherum reden": Auch wenn die Meisterschaft in der Bundesliga der "ehrlichste Titel" sei, die Champions League halte nun mal den "wichtigsten Klubtitel" bereit. Und deswegen ist diese vierte Meisterschaft nacheinander in der Tat historisch, einzigartig, aber im Falle des FC Bayern eben nur ein Trostpflaster nach dem erneuten Ausscheiden im Halbfinale der Königsklasse.

"Der Titel wird die Wunden vom Dienstag wieder ein bisschen schließen", sagte Rummenigge voller Hoffnung. Danach rief er plötzlich aus: "Es lebe der FC Bayern!"

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Lewandowski sichert den Titel

Die Saisontreffer Nummer 28 und 29 von Torjäger Robert Lewandowski (15./Foulelfmeter und 33.) sicherten den Bayern den Sieg, der angesichts der Niederlage von Borussia Dortmund bei Eintracht Frankfurt (0:1) gar nicht mehr erforderlich gewesen wäre zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft.

Unabhängig davon gab es vom Münchner Klubchef ein großes Lob, "Dortmund war wirklich stark, das hat uns angetrieben", meinte Rummenigge. Dass sich beide Klubs am 21. Mai in Berlin im DFB-Pokalfinale wiedersehen, erscheint ihm deshalb logisch: "Auf dieses Finale kann sich Deutschland freuen."

Abschiedsspiel für Guardiola

Das Finale in Berlin wird dann auch das Abschiedsspiel für Trainer Pep Guardiola sein, doch so weit wollte der Spanier erst mal gar nicht vorausblicken.

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Nein, er saß da in seinem T-Shirt mit der durchaus doppeldeutigen Aufschrift "4ever Deutscher Meister", und verteilte in einer Art weiterer Abschiedsrede Komplimente.

Zunächst, man höre und staune, an seinen Kollegen Ralph Hasenhüttl, der beim Abschied aus Ingolstadt Tränen in den Augen hatte, erst dann an alle beim FC Bayern und an seine Spieler. Und schließlich an Borussia Dortmund für eine "Wahnsinns-Wahnsinns-Wahnsinns-Saison".

Dank an "Legende" Heynckes

Als aller Dank bereits gesagt schien, wurde Guardiola noch richtig sentimental.

Er wolle diesen vierten Titel, den "schwierigsten" in den drei Jahren beim FC Bayern, "mit Jupp Heynckes teilen", sagte er mit bewegter Stimme. Es gebe "viele Legenden beim FC Bayern", fügte er an, aber Heynckes sei eine "richtige Legende".

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