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Die letzten Entwicklungen der Verhandlungen zwischen Borussia Dortmund und Bayern Leverkusen sind nicht nach dem Geschmack von Ömer Toprak. Der will zum BVB.

Um Ömer Toprak gab es immer wieder Gerüchte, dass Borussia Dortmund sich um die Dienste des Innenverteidigers von Bayer Leverkusen bemüht. Und das Interesse ist nicht nur einseitiger Natur, wie der 26-Jährige nun mitteilte.

"Ich habe dem Verein meine Meinung mitgeteilt. Es gab ein Angebot aus Dortmund, das Leverkusen abgelehnt hat, und ich bin hier, mehr kann ich dazu nicht sagen", erklärte er auf Nachfrage des Kölner Stadtanzeigers und ergänzte: "Der Wechselwunsch ist da."

Topraks Vertrag in Leverkusen gilt noch bis 2018, der BVB soll 22 Millionen Euro für den Verteidiger geboten haben, der als Wunschkandidat für die Nachfolge des zum FC Bayern gewechselten Mats Hummels galt. Doch Bayer lehnte ab. Zuletzt hatte deshalb auch Dortmund das Thema öffentlich abgehakt.

BVB hatte Thema Toprak schon abgehakt

"Wir haben mit Leverkusen gesprochen, hatten aber unterschiedliche Auffassungen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc Anfang Juni der Sport Bild: "Dementsprechend wird es in diesem Transferfenster nicht zu einem Transfer von Ömer Toprak kommen."

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Sein Leverkusener Kollege Rudi Völler hatte zuvor die Tür einen Spalt breit offen gelassen: "Wenn es irgendwelche unmoralischen Angebote gibt und der Spieler dann auch unzufrieden ist, weil er nicht gehen darf, dann muss man sich natürlich Gedanken machen."

Dass Toprak selbst die Transfer-Baustelle nun öffentlich wieder aufreißt, spricht dafür, dass in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Auch Trainer Roger Schmidt hielt im kicker fest: "Ich kann nicht sagen, dass Ömer zu 100 Prozent bleibt." Demgegenüber steht die Ansage von Manager Jonas Boldt: "Wir werden keine Leistungsträger abgeben."

Toprak kann Bayer im kommenden Jahr gemäß einer Vertragsklausel für 12 Millionen Euro verlassen, anscheinend wird es ihn spätestens dann zum BVB ziehen. In diesem Sommer könnte Leverkusen noch mehr Geld herausholen.

Watzke: "Werden noch was machen"

Der BVB befindet sich aktuell im Trainingslager im österreichischen Kirchberg. Dort hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke am Mittwoch klargestellt, dass sein Klub in jedem Fall weitere Verpflichtungen plant: "Wir werden noch was machen."

Für die Innenverteidigung hat Dortmund bereits Marc Bartra vom FC Barcelona verpflichtet. Außerdem stehen Rechtsaußen Ousmane Dembele, Linksverteidiger Raphael Guerreiro, die Mittelfeldspieler Sebastian Rode und Mikel Merino sowie Rechtsaußen Emre Mor als Zugänge fest. Im Gespräch sind zudem noch Bayerns Mario Götze und Andre Schürrle vom VfL Wolfsburg.

Auch um Topraks Teamkollegen Karim Bellarabi hatte sich der BVB zwischenzeitlich bemüht - und blitzte ab.

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