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Gladbachs Trainer Andre Schubert (M.) erlebt einen traumhaften Saisonstart
Gladbachs Trainer Andre Schubert (M.) erlebt einen traumhaften Saisonstart © Getty Images

Mönchengladbach - Leverkusen geht mit hohen Zielen und jeder Menge Euphorie in die Saison - und landet gleich hart. Gladbach kühlt die Gäste auf Anhieb ab in einem ereignisreichen Spiel.

Andre Schubert konnte das Lob gleich weitergeben. "Das hat nichts mit einem glücklichen Händchen zu tun, sondern mit der Qualität der Spieler", sagte Borussia Mönchengladbachs Trainer nach dem 2:1 (1:0) gegen Bayer Leverkusen über seine entscheidenden Wechsel.

Er hatte Andre Hahn in die Startelf gebracht, dann den Stürmer dann für Thorgan Hazard ausgetauscht. Beide ermöglichten den Erfolg der Borussia. Für die Gastgeber war es der vierte Sieg im vierten Pflichtspiel der Saison.

Der starke Hahn (45.+1), schon beim 2:1 gegen Bayer im Mai doppelt erfolgreich, traf für die vor allem in der Offensive überzeugende Borussia zum 1:0. Joel Pohjanpalo (80.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1, ehe Lars Stindl (85.) den Dreier für die Gastgeber perfekt machte. Gladbachs Kapitän stand beim Zuspiel von Hazard hauchdünn im Abseits. (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

Schubert zufrieden

"Wir hatten das klare Plus an Torchancen. Leverkusen spielt immer sehr schnell in die Spitze, das ist nicht leicht zu verteidigen", sagte Schubert bei Sky. "Aber wir hatten aus dem Spielverlauf heraus drei oder vier große Chancen, wo der letzte Pass nicht ankam."

Leverkusens Trainer Roger Schmidt ärgerte sich besonders über das spielentscheidende Tor: "Gladbach hat das mit einem guten Laufweg ausgenutzt, aber trotzdem war es natürlich ein Abseitstor."

Starke Serie für Gladbach

Gladbach hat nun acht Heimspiele in Folge gewonnen, vergangene Saison hatte der fünfmalige Meister erst am sechsten Spieltag den ersten Sieg eingefahren. Leverkusen dagegen startete erstmals seit 2012 wieder mit einer Niederlage. (Statistiken zum Spiel)

52.183 Zuschauer im Borussia-Park sahen trotz drückender Hitze ein temporeiches Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer, in dem Gladbach besonders vor der Pause die bessere Mannschaft war. Im zweiten Durchgang entwickelte sich dank einer nun mutiger auftretenden Bayer-Elf eine bis zum Schluss spannende Begegnung.

Leno rettet Leverkusen und hat Blackout

Beide Teams suchten von der ersten Minute an ihr Glück in der Offensive, gefährlich wurde es zunächst aber kaum. In der von Hektik geprägten Anfangsphase hatten Raffael und Oscar Wendt noch die besten Gelegenheiten, Leverkusens gut aufgelegter Torhüter Bernd Leno reagierte bei der Doppelchance aber gleich zweimal glänzend (21.). Beim Schuss von Oscar Wendt wurde Leno am Kopf getroffen und hatte dsnach kurz einen Blackout.

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Bei den auch am Abend noch hohen Temperaturen kehrte nun immer wieder Leerlauf in die Begegnung ein. Auch von Kevin Volland, neben Julian Baumgartlinger einziger Neuzugang in der Startelf von Roger Schmidt, war nicht viel zu sehen.

(Der Volkswagen Doppelpass am Sonntag, 11 Uhr mit Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler)

Kurz vor der Pause wurde es doch noch spektakulär: Erst setzte Tah einen Kopfball an die Latte (41.), dann wurde der Jung-Nationalspieler zum Pechvogel. Tah verlängert einen Freistoß unfreiwillig auf Hahn, der sich frei vor Leno die Ecke aussuchen durfte und mit einem Flachschuss aus 16 Metern vollendete.

Andre Hahn überragt für Gladbach © iM Football

"Beide Tore, die wir gefangen haben, waren zu vermeiden, indem wir ein bisschen wacher sind", ärgerte sich Baumgartlinger und verteidigte die riskante Leverkusener Spielweise: "Das ist unsere Philosophie. Wir haben unser Spiel weitestgehend gemacht. Man merkt, dass Gladbach schon zwei Playoff-Spiele in voller Stärke gespielt hat."

Bellarabi scheitert an Sommer

Nach der Pause kam Leverkusen stürmisch aus der Kabine, störte früh und setzte die Dreierkette der Borussia teilweise unter Dauerdruck. Karim Bellarabi (52.) scheiterte an Sommer, mehr Chancen resultierten aus der deutlichen Überlegenheit aber nicht. Erst in der hitzigen Schlussphase setzte die Werkself alles auf eine Karte, lud Gladbach aber auch immer wieder zu gefährlichen Kontern ein.

Zusammenfassung der Bundesliga am Sonntag um 9.15 und 13.15 Uhr in Bundesliga Pur und um 22.15 Uhr in Bundesliga - Der Spieltag

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