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TSG 1899 Hoffenheim v RB Leipzig - Bundesliga
Ralph Hasenhüttl diskutiert mit Schiri Tobias Stieler © Getty Images

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl schwankt nach dem Remis in Hoffenheim zwischen Wut und Stolz. Am Ende überwiegt aber eindeutig das positive Gefühl.

Ralph Hasenhüttl stürmte wutentbrannt auf Schiedsrichter Tobias Stieler zu und machte seinem Ärger Luft.

Der Referee hatte nach 94 Minuten beim Spielstand von 2:2 (0:0) zwischen 1899 Hoffenheim und RB Leipzig abgepfiffen, obwohl sich der Bundesliga-Neuling kurz zuvor noch einen Eckball erkämpft hatte und diesen noch ausführen wollte.

Der neue RB-Trainer Hasenhüttl ärgerte sich maßlos über den Unparteiischen, der seiner Meinung nach Leipzig um die Siegchance gebracht hatte.

"Fähigkeit, uns an das höhere Niveau zu gewöhnen"

Doch nachdem der Coach Luft abgelassen hatte, merkte man ihm den Stolz über den verdienten Punkt an. "In den ersten Minuten hatten wir einen Restrespekt vor der Liga, da waren wir nicht gut", gestand der Österreicher zwar. Doch nach spätestens 20 Minuten waren die Leipziger voll im Spiel. "Meine Jungs haben die Fähigkeit, sich an das höhere Niveau zu gewöhnen", lobte Hasenhüttl sein Team.

© IM Football

"Ich habe vorher gesagt, dass die Bundesligaspieler auch andere Lösungen haben, das haben wir relativ schnell gemerkt und uns darauf eingestellt. Dann sind wir auch das höhere Niveau mitgegangen."

Am Ende konnte der Aufsteiger auch mit dem einen Punkt zufrieden sein, denn Leipzig hatte durchaus eine Duftmarke gesetzt.

Gulacsi verhindert frühen Rückstand

"Das war ein guter Start für uns. Wir haben gezeigt, dass wir uns vor niemanden verstecken müssen", sagte Torschütze Kaiser kurz nach dem Schlusspfiff.

Doch nicht nur auf dem Spielfeld verzeichnete der Aufsteiger an diesem Sonntagnachmittag ein Erfolgserlebnis. Die Brust von RB-Sportdirektor Ralf Rangnick war mindestens so stolz geschwellt, als er nach dem Neuzugang von Bernardo, der vor dem Spiel vermeldet wurde, gleich einen zweiten nach dem Schlusspfiff verriet.

"Wir haben uns heute Nachmittag mit Oliver Burke geeinigt. Er ist genau der Spieler, den wir noch gesucht haben und passt perfekt in das Profil, das wir uns vorgestellt haben", sagte Rangnick bei Sky.

Auch Bayern war wohl an Burke dran

Unter anderem soll der zweimalige Nationalspieler vom FC Bayern und Manchester United beobachtet worden sein. Burke kostet laut Bild zwölf Millionen Euro, hinzu kommen erfolgsabhängige Boni.

"Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, so einen hochbegabten Spieler von der Insel wegzulocken und zu uns zu holen. Er ist unglaublich schnell, torgefährlich und ein Versprechen für die Zukunft. Er ist ein richtiger Rohdiamant", sagte Rangnick.

Am Ende war es ein rundum gelungener Tag für den Neuling - und Hasenhüttls kurzer Ärger ohnehin längst verraucht.

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