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München - Darmstadts sportlicher Leiter erklärt im Volkswagen Doppelpass, wie der Underdog erneut den Klassenerhalt schaffen kann und welche langfristigen Pläne er verfolgt.

Trotz des knappen 1:0-Erfolgs im Hessen-Derby gegen Eintracht Frankfurt rechnet Holger Fach, der sportliche Leiter von Darmstadt 98, seinem Klub einzig Außenseiterchancen im Kampf um den Verbleib in der Bundesliga aus.

"Dass ich mich hier hinsetze und sage, wir sind nicht gefährdet, ist fahrlässig und auch ein bisschen blödsinnig. Unsere Chance ist so wie im letzten Jahr, es müssen einige Dinge zusammenkommen", sagte Fach im Volkswagen Doppelpass.

"Brauchen auch das Quäntchen Glück"

Man brauche ähnlich wie Sandro Wagner oder Marcel Heller in der abgelaufenen Spielzeit "den einen oder anderen Spieler haben, der ein optimales Jahr spielt. Die restlichen müssen versuchen, sehr nah an 100 Prozent der Leistungsgrenze zu kommen", erklärte Fach.

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Darüber hinaus spiele "das Quäntchen Glück" eine Rolle - und, dass sich keine Leistungsträger verletzen. "Wenn all diese Dinge zusammenkommen, dann können wir es auch dieses Jahr schaffen", gab der Manager der Lilien zu verstehen.

Den Klassenerhalt nicht zu schaffen, wäre für Fach kein Drama. Weitaus wichtiger sei, langfristig zu denken und planen. Man liege infrastrukturell 30 Jahre hinter den anderen Bundesligisten.

"Nicht alles in die Bundesliga werfen"

"Wir müssen versuchen, diese 30 Jahre aufzuholen und unsere Strukturen zu verbessern", erklärte der 54-Jährige.

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"Wir hatten in der letzten Saison gerade einmal einen Trainingsplatz, der war noch nicht mal besonders gut und ich glaube noch nicht mal für uns exklusiv. Und heute ist es eben so, dass wir aufgrund der TV-Einnahmen und der gestiegenen Attraktivität für Sponsoren die Möglichkeit haben, drei Trainingsplätze zu bauen, die Profi-Bedingungen haben. Das ist für uns schon ein Quantensprung", meinte Fach.

Und weiter: "Wir sind schuldenfrei. Wir haben ein Jugendleistungszentrum bauen können. Das ist der Weg, den wir weitergehen müssen. Wir können nicht sagen, dass wir jetzt alles in die Bundesliga werfen und dann einen Weg gehen, den leider Paderborn im letzten Jahr gegangen ist."

Im Sommer gab Fach gerade einmal 3,5 Millionen Euro für neue Spieler aus. Zum Vergleich: Aufsteiger RB Leipzig investierte 50 Millionen. 

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