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Franck Riberys Torjubel gegen Hertha BSC war Anlass für eine Twitter-Kabbelei beim FC Bayern
Franck Riberys Torjubel gegen Hertha BSC war Anlass für eine Twitter-Kabbelei beim FC Bayern © Getty Images

München - Nicht nur Hertha BSC erlaubte sich zuletzt eine Twitter-Spitze, auch ein Account des FC Bayern macht sich über einen meckernden Fan lustig - nicht zum ersten Mal.

Frisch, frech und launig twittern - das kann nach hinten losgehen, wenn man ein Fußballverein ist. Die Social-Media-Abteilung von Hertha BSC hat es gerade zu spüren bekommen.

Ihr Tweet nach dem 0:3 gegen den FC Bayern München ("Gefühl, das ein Bayern-Fan nach einem 0:3 nicht kennt: Stolz!") ist nicht nur den Münchner Anhängern sauer aufgestoßen. Der Trubel, den er auslöste, veranlasste den Klub schließlich zu einer öffentlichen Entschuldigung.

Dabei ist Hertha nicht der einzige Klub, der bei Twitter ab und an den Fans der Konkurrenz eine mitgibt.

Der FC Bayern erlaubte sich nach dem Hertha-Spiel nämlich ebenfalls eine Stichelei in Richtung eines anderen Klubs. Der US-Account der Bayern, um genauer zu sein.

"Hat jemand irrelevant gesagt?"

Anlass dafür war die spöttische Antwort eines Users auf ein von Bayern gepostetes GIF, ein Mini-Video von Franck Riberys Jubel nach dem 1:0.

Ribery vollführte dabei den Dab-Dance, eine Tanzeinlage, die es vor allem dank NFL-Star Cam Newton zu internationaler Popularität geschafft hat.

Video

"Wenn du irrelevant wirst, versuchst du einen Dab zu kreieren, um dich anzupassen", postete darunter ein Manchester-United-Fan, der den Dab offensichtlich nicht so kreativ fand.

Die Antwort der Bayern: Sie posteten ein Ergebnisbild der jüngsten United-Pleite gegen Feyenoord Rotterdam in der UEFA Europa League darunter - versehen mit der Frage: "Hat hier jemand irrelevant gesagt?!"

Auch City-Fan bekam Spott vom FC Bayern

Man ahnt, was los wäre, würde sich der deutsche Bayern-Account einen Dortmund-Fan auf dieselbe Art und Weise vornehmen. Mit ihrem Benutzerkonto für den englischsprachigen Markt präsentieren sich die Bayern aber generell etwas neckischer.

Im August etwa bekam ein Manchester-City-Fan von den Bayern eine Lektion: Nachdem er ein GIF-Bild der Bayern - technisch falsch - als "peinliches Vine" abtat, antworteten die Bayern: "Junge, das war ein GIF. Das hier ist ein Vine." Zu sehen bekam er dann ein Video von Jerome Boatengs Siegtor gegen City anno 2014.

Eine etwas andere Welt

Auch sonst ist der US-Account der Bayern eine etwas andere digitale Welt, viele bunte Bilder und Videos, viele Gags - auch mal auf Kosten eigener Vereinshelden.

Die Trennung zwischen Brad Pitt und Angeline Jolie etwa kommentierte der Account mit einem Kussbild von Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski - und sprach von der "traurigsten Trennung seit Poldi und Schweini".

Der Unterschied zwischen dem deutschen und dem internationalen Account, er ist in etwa so groß wie der zwischen den Saisoneröffnungen früher und der hippen englischen Streamshow zu Beginn der laufenden Spielzeit.

Einige deutschsprachige Bayern haben das schon als unpassend kritisiert, aber bei der internationalen Zielgruppe finden die Bayern Zuspruch: Die Veralberung des United-Fans wurde tausendfach geteilt und gelikt.

Wobei auch dessen Konter nicht schlecht war: Er antwortete mit einem 1999 aufgenommenen Jubelbild eines gewissen Ole Gunnar Solskjaer.

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