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SC Freiburg v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga
Tobias Strobl, Tobias Sippel, Christoph Kramer, Lars Stindl und Tony Jantschke (v.l.) trotten vom Platz © Getty Images

Gladbach verliert in Freiburg und verpatzt die Generalprobe für den Champions-League-Auftakt gegen ManCity. Manager Eberl spricht seinen Profis Grundsätzliches ab.

Die Bilanz von Borussia Mönchengladbach war vor dem Gastspiel beim SC Freiburg noch unbefleckt: Vier Pflichtspiele, vier Siege hatten die Fohlen eingefahren und waren unter anderem problemlos in die Champions League eingezogen.

Entsprechend war die Laune bestens, als sich die Elf von Trainer Ander Schubert auf den Weg in den Breisgau machte. Der Plan: Erst in Freiburg bestehen – und dann drei Tage später mit Rückenwind ins erste Champions-League-Gruppenspiel bei Manchester City gehen.

"Nur Fußball spielen reicht nicht"

Der Plan ging schon im ersten Teil schief: Nach den 93 Minuten von Freiburg hatte sich die Stimmung komplett gedreht.

Gladbachs Auswärtsschwäche © Im Football

Zwar stellten die Verantwortlichen nach der verdienten 1:3-Niederlage nicht gleich alles in Frage, doch ein Blick in Max Eberls Miene verriet, dass der Sportdirektor einen sprichwörtlichen Hals hatte. 

"Man hat gesehen, dass es ohne Kratzen und Beißen nicht geht. Nur Fußball spielen, das reicht nicht. Daraus müssen wir die Lehren ziehen", forderte Eberl mit Blick auf die erschreckend lethargische Vorgehensweise der Borussen, die erstmals seit dem 15. April 2016 und acht Partien wieder ein Pflichtspiel verloren.

Freiburger machen es vor

Die Analyse der Freiburger müsste den Borussen, die sogar durch Thorgan Hazard (35.) in Führung gegangen waren, wie Hohn in den Ohren geklungen haben. "Wir haben alle Lust auf Bundesliga. Mit Herz und Willen schaffst du vieles", sagte der starke Vincenzo Grifo. Die Betonung lag auf Lust, Herz, Willen. An diesem Tag waren Fremdwörter für die Gäste.

Borussia Moenchengladbach v Bayer Leverkusen - Bundesliga
Manager Max Eberl ist sauer auf seine Gladbacher © Getty Images

Und auch Freiburgs Doppeltorschütze Maximilian Philipp stocherte in der Gladbacher Wunde. "Auch als wir zurücklagen, war ich so sicher, dass wir gewinnen", betonte der U21-Nationalspieler mit forschem Unterton.

Schubert erklärte indes, dass die Aufarbeitung der Schlappe in den nächsten Tagen relativ simpel verlaufen könnte. "Die Analyse fällt einfach aus, weil die Basics gefehlt haben. Darüber müssen wir reden", meinte der 45-Jährige, ehe er anfügte: "Und dann bereiten wir uns auf das nächste Spiel vor."

"Haben nicht genügend getan"

Die anstehende Hürde auf der großen Bühne Champions League allerdings könnte in der Form von Freiburg zu einem Debakel werden. ManCity mit Startrainer Pep Guardiola schickte durch das 2:1 im Derby bei Manchester United schon einmal eine Warnung Richtung Gladbach.

Zumindest mit Selbstkritik sparten einige der Verlierer nicht. "Wir haben nicht genug getan, um zu gewinnen. Das ist unbefriedigend", sagte Abwehrspieler Jannik Vestergaard.

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