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München - Die Rückehr von Uli Hoeneß rückt näher. Im exklusiven SPORT1-Interview spricht er über die Präsidentschaft, Franck Riberys Ausraster, Ancelotti und dessen Vorgänger.

Die Rückkehr von Uli Hoeneß ins aktive Geschäft des FC Bayern München rückt immer näher.

Am 25. November 2016 soll der langjährige Macher des FCB wieder zum Präsidenten des Rekordmeisters gewählt werden. Eine erste Hürde dafür wird er bereits am kommenden Samstag nehmen.

Schon jetzt bringt er sich bei den Bayern ein, steht der ihm am Herzen liegenden Basketball-Abteilung mit Rat und Tat zur Seite und führt auch mit den Fußball-Verantwortlichen regelmäßig Gespräche.

Auch in der Öffentlichkeit zeigt er sich immer häufiger.

Nur die Reise nach Madrid zum Champions-Leage-Spiel bei Atletico am Mittwoch (20.45 Uhr im LIVETICKER und in unserem Sportradio SPORT1.fm) kann er nicht mitmachen. Wegen einer leichten Erkältung will sich der 64-Jährige schonen.

Für SPORT1 nahm sich Hoeneß aber dennoch Zeit. Im ersten exklusiven TV-Interview nach seiner Haftentlassung sprach er mit Bundesliga Aktuell-Chefreporter Christian Ortlepp im Münchner Audi Dome über seine Präsidentschaftskandidatur, Franck Riberys Ausraster und adelt Arjen Robben. 

Uli Hoeneß über:

…seine Präsidentschaftskandidatur:

"Edmund Stoiber hat mir signalisiert, dass er mich in der Beiratssitzung am Samstagvormittag zum Kandidaten vorschlagen wird. Und nachdem Karl Hopfner, mit dem ich wirklich ein hervorragendes Verhältnis habe, signalisiert hat, dass er nicht antritt, dürfte dem nach Lage der Dinge nichts im Wege stehen."

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...über Philipp Lahm und seine Zukunft beim FC Bayern:

"Sie können versichert sein, dass da Gespräche geführt werden mit Rummenigge, auch mit mir hat schon das ein oder andere Gespräch stattgefunden. Zunächst mal ist es meines Wissens so, dass Philipp Lahm bis 30. Juni 2018 einen Lizenzspielervertrag hat und wir sind alle gut beraten, in aller Ruhe diese Dinge anzugehen.

Ich persönlich beobachte die Entwicklung von Philipp Lahm außerhalb des Spielfelds äußerst positiv. Ich finde, er hat sich unglaublich als Persönlichkeit entwickelt und wenn er vorhat, nach seiner Karriere beim FC Bayern zu arbeiten, bin ich überzeugt, dass es genug Möglichkeiten und Positionen gibt, die er beim FCB bekleiden kann."

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…die Trainer Pep Guardiola und Carlo Ancelotti:

"Ich schätze Carlo Ancelotti auch sehr, aber ich werde nie in dieses Gejammere über das Verhältnis zu Pep Guardiola einsteigen. Das wurde vor allem von Seiten der Medien aufgebauscht. Während er hier war, hat man ihm immer die Füße geküsst und den roten Teppich ausgerollt. Und jetzt, wo er weg ist, wird auf ihn draufgehauen. Das ist nicht meine Welt. Er ist ein überragender Trainer, er beweist das gerade auch wieder in England bei City, wo es nicht so einfach ist. Deshalb lasse ich mir meine Meinung über Pep Guardiola nicht nehmen. Das heißt aber nicht, dass ich nicht auch Carlo Ancelotti sehr, sehr schätze. Der Start ist ein Traum. Aber wir sind unter Pep Guardiola auch gut gestartet."

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…Franck Ribery und seine Ausraster:

"Grundsätzlich ist es schon so, dass Franck aufpassen muss. Er wird  natürlich sehr provoziert, man merkt, dass die Gegner jetzt seine Rote Karte provozieren wollen. Aber er muss aufpassen. Wenn ich ihn das nächste Mal sehe, werde ich ihm sicherlich als alter Freund sagen, er solle sich etwas mehr zurückhalten. Es ist aber nicht immer einfach, er wird immer unglaublich hart und brutal attackiert und er ist ein sehr emotionaler Mensch. Es ist leider so, dass auch die Schiedsrichter Menschen sind. Und wenn sie hundert Mal lesen, dass sie endlich mal einen vom Platz stellen müssen, dann werden sie es am Ende tun. Deshalb ist er gut beraten, sich vielleicht stärker zurückzuhalten, als er es eigentlich tun müsste."

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 …Arjen Robben:

"Arjen ist einer der besten Profis, die ich je kennengelernt habe, der manchmal fast zu viel macht, der nicht nur 95 Prozent arbeitet - auch im Training oder auch zu Hause, wenn er krank oder verletzt ist - sondern auch mal 105 Prozent.

Deshalb ist es besonders schön, dass er jetzt wieder zurück ist. Was wir an Arjen und Franck haben, wissen wir. Aber wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir mit Costa und Coman gute, neue junge Leute haben. Die Kunst wird sein, beide - die Erfahrenen und die Jungen - zusammenzubringen. Denn nur dann wird der FC Bayern so stark sein, wie wir uns das wünschen."

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…den Vertragspoker um Robert Lewandowski:

"Ich möchte darauf hinweisen, dass er noch drei Jahre Vertrag hat, bis 2019. Und auch da weiß ich, dass die Verantwortlichen Rummenigge und Jan Dreesen in sehr regen Gesprächen mit dem Management sind. Und wie ich die zwei kenne, werden sie das am Ende zu einem guten Abschluss führen."

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