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Roger Schmidt wurde im Spiel gegen Hoffenheim auf die Tribüne geschickt
Roger Schmidt wurde im Spiel gegen Hoffenheim auf die Tribüne geschickt © Getty Images

Der gesperrte Leverkusener Trainer Roger Schmidt will in Wolfsburg den Innenraum des Stadions betreten. Ordner der Gastgeber stellen sich dem Coach in den Weg.

Kurioser Vorfall in Wolfsburg: Leverkusens Trainer Roger Schmidt ist vor dem Spiel seiner Mannschaft beim VfL zu Unrecht der Zugang zum Stadioninnenraum verwehrt worden.

Schmidt wurde nach seinem Ausraster gegen Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann zwar für zwei Spiele mit einer Innenraumsperre über zwei Spiele belegt worden. Allerdings gilt diese nur ab 30 Minuten vor dem Spiel und bis 30 Minuten nach dem Spiel.

Schmidt bleibt ruhig

Schmidt kam gegen 14 Uhr aus dem Leverkusener Mannschaftsbus und wollte in den Innenraum.

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Mehrere Wolfsburger Ordner stellten sich ihm daraufhin in den Weg. Nach einem kurzen Wortwechsel wollte Schmidt auf der anderen Seite neben den Ordnern vorbei, doch diese bauten sich erneut vor ihm auf.

Schmidt blieb daraufhin ruhig und drehte ab. Offenbar gingen die Ordner irrtümlicherweise davon aus, dass Schmidt den Innenbereich zu keinem Zeitpunkt betreten durfte.

Die Begegnung verfolgte Schmidt schließlich in einer Loge.

Schade: "Da hat jemand überreagiert"

Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade sagte bei Sky zu dem Vorfall mit den Ordnern: "Ich habe davon gehört. Da hat jemand überreagiert. Das ist nicht weiter schlimm. Das ist vergessen."

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Dass Schmidt in dieser Situation ruhig blieb, überraschte Schade nicht: "Roger Schmidt ist durchaus ein ruhiger Mensch. Aber bei ihm brennen ab und zu die Lunten durch. Vielleicht schneller als bei anderen."

Kein Ultimatum für Schmidt?

Schade stellte sich schützend vor seinen Trainer: "Man muss auch fairerweise nochmal erwähnen: Für das, was am vergangenen Samstag passiert ist wäre kaum ein anderen Trainer mit irgendeiner Strafe versehen worden."

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Und weiter: "Aber er ist über die Stränge geschlagen. Ich bin aber zutiefst überzeugt: Das wird ihm nicht noch einmal passieren. Und dann bleibt er was er ist -  nämlich ein sehr, sehr guter Trainer."

Von einem Ultimatum für Schmidt wollte Schade nichts wissen: "Wir haben eine Ergebniskrise, aber keine Trainerkrise. Er weiß, dass er Fehler gemacht hat, es macht aber keinen Sinn, jetzt nach zu karten. Wir werden die nächsten Spiele abwarten, dann schauen wir mal. Es gibt im Moment überhaupt keine Zielvorgaben, in welchem Rahmen er was zu liefern hat."

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