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Banner gegen Georg Teigl in Augsburg
Teile der Augsburger Fan-Szene wollen Georg Teigl schnellstmöglich loswerden © Imago

Beim Unentschieden zwischen dem FC Augsburg und Schalke kommt es erneut zu Anfeindungen gegen Georg Teigl. Dem FCA-Profi schlägt der Hass der eigenen Fans entgegen.

Augsburg-Profi Georg Teigl hat auch im Heimspiel gegen Schalke 04 die Abneigung der eigenen Fans zu spüren bekommen.

"Winterpause nutzen - Teigl abschieben", war in riesigen Lettern auf einem Banner in der Augsburger Fan-Kurve zu lesen.

Der Hintergrund: Teigl ist ein Red-Bull-Eigengewächs. Schon für das Nachwuchsteam von RB Salzburg, die Red Bull Juniors, lief Teigl auf, ehe er 2011 den Sprung ins Profiteam schaffte. Zuletzt war er beim Schwesterverein in Leipzig unter Vertrag. Eine Vergangenheit, der sich der Neuzugang der Augsburger noch bewusst ist.

Dass RB Leipzig vor allem bei Ultra-Gruppierungen verhasst ist, bekam der Österreicher aber jetzt in voller Härte zu spüren.

Hier bedankt sich Georg Teigl bei den RB-Fans. Die Augsburger Ultras verzeihen ihm das nicht © imago

Dass er sich beim letzten Auswärtsspiel in Leipzig für den warmen Empfang der RB-Anhänger bedankte und dafür extra in deren Fankurve ging, brachte das Fass zum Überlaufen.

Mannschaft steht hinter Teigl

Nachdem er damals bereits harsche Kritik aus Teilen der Augsburger Fanszene geerntet hatte, versuchte Teigl in einem Facebook-Video, die Wogen zu glätten - offenbar erfolglos.

Zu den neuerlichen verbalen Angriffen beim Spiel gegen Schalke äußerte sich der 25-Jährige bislang nicht.

Vom eigenen Team bekommt der Österreicher Unterstützung. "Die Fans fordern, dass man sich mit 100 Prozent für einen Verein identifiziert. Das hat Georg in Leipzig gemacht, dafür wurde ihm applaudiert. Wenn das die Fans hier nicht verstehen oder nicht verstehen wollen, dann ist das so. Wir Spieler stehen hinter Georg", zitiert die Bild Torhüter Marwin Hitz.

Auch Manager Stefan Reuter, der in der Halbzeit dafür sorgte, dass zumindest ein Banner entfernt wurde, stellt sich hinter seinen Spieler. "Das ist nicht zu akzeptieren", stellte Reuter klar.

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