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BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gibt im Foul-Streit Trainer Thomas Tuchel Rückendeckung. Er erwägt ein Umdenken bei den Dortmundern.

Nach der Niederlage von Borussia Dortmund in Leverkusen (0:2) und der anschließenden Wut-PK von BVB-Coach Thomas Tuchel hat sich jetzt auch Borussias Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu Wort gemeldet.

Watzke gibt Tuchel Rückendeckung und erwägt eine härtere Gangart für seinen Verein: "Vielleicht sollten wir mal ein bisschen härter einsteigen und auf den Fairness-Preis verzichten", meinte er in der Bild.

Der BVB-Boss weiter: "Fakt ist: Es wird sehr hart gegen uns gespielt und das hat auch nichts mit schlechtem Verlieren zu tun. Dortmund war in den letzten Jahren immer die fairste Mannschaft, wie auch in dieser Saison. Wir müssen jetzt gucken, ob aus dieser harten Gangart ein Trend wird."

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In Leverkusen wurden die BVB-Spieler 21 Mal gefoult, während sie ihrerseits nur sieben Mal selbst gefoult hatten.

Tuchel sieht anderes Spiel als Schmidt

"Da werden auch Grenzen überschritten", hatte Tuchel anschließend bei Sky behauptet. "Da werden Mittel angewendet, die in dieser Häufigkeit normalerweise dafür sorgen, dass man nicht zu elft zuende spielt."

Die Dortmunder Gonzalo Castro und Sebastian Rode mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Insgesamt sahen fünf Leverkusener Profis die Gelbe Karte, einen Platzverweis sprach Schiedsrichter Manuel Gräfe nicht aus. Leverkusens Trainer Roger Schmidt gab auf der Pressekonferenz zwar zu, dass seine Mannschaft "das eine oder andere Foul mehr gemacht" habe, ansonsten hatte Schmidt jedoch "ein sehr faires Spiel ohne ein einziges schlimmes Foul" gesehen.

Freund geht mit Tuchel hart ins Gericht

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In der Telekom Spieltaganalyse auf SPORT1 bezog der ehemalige BVB-Profi Steffen Freund  klar Position zu Tuchels Kritik an der aggressiven Spielweise der Dortmunder Gegner.

"Ich glaube, dass Thomas Tuchel einfach schlecht verlieren kann", sagte Freund und ergänzte: "Du musst damit rechnen, dass es in den Zweikämpfen hart zur Sache geht."

Gegenwind für BVB-Trainer

Gegenwind bekam Tuchel am Sonntag im Volkswagen Doppelpass von den SPORT1-Experten: "Der Kollege Tuchel ist total auf der falschen Seite. Ich bin zu 100 Prozent auf der Seite von Roger Schmidt. Es war ein normales Fußballspiel von der Aggressivität und Härte her", sagte Peter Neururer.

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"Ich habe das Spiel über 90 Minuten angeschaut. Es war für mich ein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Aber es war überhaupt nicht überhart. Ich habe es intensiv gesehen, was mir aber auch gefällt", meinte Armin Veh.

Veh vermutet, dass Tuchel mit seiner Kritik für die nächsten Spiele sensibilisieren möchte: "Es ist im Prinzip ein kluger Zug. Er hat schon daran gedacht, dass es vielleicht in den nächsten Spielen auch sein könnte, dass der ein oder andere dann sensibilisiert ist. Dass man dann nicht mehr so viele Fouls macht gegen seine Mannschaft." 

Ob die BVB-Gegner ihre Spielweise anpassen werden oder sogar Dortmund selbst seine Herangehensweise tatsächlich ändert, wird man in den nächsten Partien nach der Länderspielpause sehen.

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