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1. FSV Mainz 05 v SV Darmstadt 98 - Bundesliga
Yunus Malli erzielte das 2:0 per Strafstoß © Getty Images

Mainz - Der FSV Mainz 05 bezwingt Darmstadt 98 in einer chancenreichen Partie und klettert auf den siebten Tabellenrang. Schiedsrichter Felix Brych pfeift drei Elfmeter.

Der erste Heimsieg seit einem halben Jahr hat dem 1. FSV Mainz 05 rechtzeitig vor der Nagelprobe gegen den RSC Anderlecht in der UEFA Europa League den Glauben an die Stärke im eigenen Stadion zurückgegeben.

Die Mainzer setzten sich bei einem Elfmeter-Festival 2:1 (1:0) im Südwest-Derby gegen SV Darmstadt 98 durch.

Die Highlights der Partie in Bundesliga - Der Spieltag um 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im Stream

Pablo De Blasis (5.) und Yunus Malli (56.) per Foulelfmeter trafen für den FSV (elf Punkte), der am Donnerstag in der UEFA Europa League antritt. Es war gleichzeitig der erste Heimsieg der Mainzer gegen Darmstadt seit knapp 25 Jahren. (Die Tabelle der Bundesliga)

"Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden", sagte Mainz-Trainer Martin Schmidt nach der Partie bei Sky. "In der zweiten Hälfte haben wir uns schwergetan. Wichtig ist, dass wir regelmäßig punkten und aus unseren Fehlern lernen. Gegen Anderlecht wird es aber ein ganz anderes Spiel."

Die UEFA Europa League: FSV Mainz 05 - RSC Anderlecht, Donnerstag ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM

Auswärts ohne Punkte

Die Südhessen (fünf Zähler) bleiben hingegen in der laufenden Saison in der Fremde ohne Punkte. Der Anschlusstreffer durch einen verwandelten Handelfmeter von Jérôme Gondorf kam für die Gäste zu spät.

Antonio Colak hatte bereits zuvor für Darmstadt in der 45. Minute einen Strafstoß vergeben. (Der Ticker zum Nachlesen)

"Wir waren heute sicher nicht die schlechtere Mannschaft", meinte Lilien-Coach Norbert Meier. "Der Anschlusstreffer ist zu spät gefallen. Wenn er eher fällt, dann wird es noch einmal richtig heiß. Mainz hat aber auch eine gewisse Qualität."

Viertes Saisontor

Die 29.987 Zuschauer in der Mainzer Arena, darunter DFL-Boss Christian Seifert, mussten nicht lange auf die stark herausgespielte Führung der Gastgeber warten. Nach sehenswerter Vorarbeit von Daniel Brosinski und Gaetan Bussmann erzielte der Argentinier De Blasis aus kurzer Distanz sein viertes Saisontor.

© iM Football

Die Gastgeber bestimmten auch nach der Führung das Geschehen. Nach einem tollem Konter über Levin Öztunali und Malli hätte der Kolumbianer Jhon Cordoba eigentlich die Führung ausbauen müssen (19.). Die Darmstädter hatten in der Offensive zunächst so gut wie nichts zu bieten.

Nur ein Distanzschuss von Laszlo Kleinheisler kurz vor der Cordoba-Chance sorgte für Gefahr (18.). (Die Statistik zum Spiel)

Auf der Gegenseite war es Malli, der nach einem Solo den zweiten Mainzer Treffer verpasste (26.). Bei der anschließenden Ecke vergab Innenverteidiger Alexander Hack per Kopf (27.).

Gut bedient mit knappem Rückstand

Die Gäste waren mit dem knappen Rückstand nach einer halben Stunde gut bedient. Darüber zeigte sich besonders Lilien-Kapitän Aytac Sulu verärgert.

"Die Fans haben heute nicht das gesehen, was uns auszeichnet", sagte er. "Wir sind nicht zu 100 Prozent in die Zweikämpfe gegangen und haben zu viele Räume gelassen. Offensiv war es in Ordnung, aber wir müssen wieder ein größeres Augenmerk auf die Defensive legen."

Kurz vor der Pause war es Cordoba, der erneut nicht vollstrecken konnte. Der wuchtige Angreifer traf nach einer Malli-Flanke per Kopf die Latte (37.). In der 44. Minute vergab zudem FSV-Innenverteidiger Stefan Bell erneut per Kopf.

Wenige Sekunden später stand der Mainzer Kapitän auf der anderen Seite im Blickpunkt. FIFA-Schiedsrichter Felix Brych (München) entschied nach einem eher harmlosen Zweikampf zwischen Bell und Colak überraschend auf Strafstoß. Der angeblich Gefoulte scheiterte aber am Mainzer Keeper Jonas Lössl.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste für zehn Minuten die Kontrolle. Doch ein Foul von Lilien-Kapitän Aytac Sulu an Malli machte die Bemühungen zunichte. Diesmal traf der Gefoulte vom Punkt.

Es war das vierte Saisontor des Deutsch-Türken.

Drängende Lilien in der Schlussphase

Die Lilien gaben dennoch nicht auf. Colak scheiterte bei der großen Chance auf den Anschlusstreffer an Lössl (63.). Nur fünf Minuten später konnte der eingewechselte Sven Schipplock einen haarsträubenden Fehler des Mainzer Außenverteidiger Giulio Donati nicht nutzen.

In dieser Phase wackelte der FSV bedenklich. Gondorf gelang aber nur noch der Anschlusstreffer.

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