vergrößernverkleinern
Borussia Dortmund jubelt beim FC Ingolstadt
Christian Pulisic (l.) rettete dem BVB in der Nachspielzeit mit seinem Treffer immerhin einen Punkt © Imago

Ingolstadt - Nach fünf Pleiten in Folge verpasst Ingolstadt gegen den BVB um Haaresbreite den ersten Saisonsieg. Ein Last-Minute-Tor von Pulisic bewahrt Dortmund vor einer Blamage.

Borussia Dortmund hat am 8. Spieltag der Bundesliga mit Ach und Krach ein Unentschieden beim bisherigen Tabellenschlusslicht FC Ingolstadt gerettet.

Christian Pulisic (90.+1) erzielte in der ersten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich zum 3:3 für die Westfalen, die zur Halbzeit schon 0:2 und zwischenzeitlich 1:3 zurückgelegen hatten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

"Das war natürlich sehr aufregend", sagte Pulisic über sein spätes Tor: "Wir hätten sicherlich gerne drei Punkte mitgenommen, aber es war gut, immerhin noch den Ausgleich zu machen."

Lezcano erzielt Doppelpack für FCI

Ingolstadt hatte beste Gelegenheiten, zum ersten Sieg in der Bundesliga nach zwölf Spielen mit nur zwei Punkten zu kommen - versäumte es aber, den schlapp wirkenden Dortmundern bereits in der ersten Halbzeit den K.o. zu versetzen.

Highlights der Bundesliga-Spiele am Sonntag um 9.15 Uhr im TV auf SPORT1 in Bundesliga Pur

FCI - BVB Datengrafik
© iM Football

Für die Gastgeber trafen zunächst Almog Cohen (6.) und Dario Lezcano (29.) - jeweils nach Freistößen von Markus Suttner.

"Zwei Standardsituationen herzuschenken in einem Spiel, in dem man sich ohnehin schwer tut, ist natürlich grob fahrlässig", kritisierte BVB-Coach Thomas Tuchel bei Sky.

Dortmund durfte auf eine Wende hoffen, nachdem Pierre-Emerick Aubameyang (59.) mit seinem siebten Saisontreffer den Anschluss hergestellt hatte - doch im Gegenzug fing sich der BVB das dritte Saisontor von Lezcano ein (60.).

Nach dem 2:3 durch Adrian Ramos (69.) verteidigte Ingolstadt in der hektischen Schlussphase zunächst mit viel Glück und Geschick, ehe Pulisic den Ball ins Tor stocherte.

Weidenfeller für Bürki beim BVB

Trainer Thomas Tuchel hatte die Dortmunder Mannschaft nach dem kraftraubenden Sieg in der Champions League bei Sporting Lissabon (2:1) am vergangenen Dienstag auf fünf Positionen verändert - unter anderem erhielt Torwart Roman Bürki eine Pause.

Dafür kam Roman Weidenfeller zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit dem 2. März. Es wäre gegen die geistig und körperlich frischeren Ingolstädter beinahe einer seiner schlimmsten geworden. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Weidenfeller wurde von seinen ermattet und fast passiv wirkenden Vorderleuten vor allem in der ersten Halbzeit mehrfach im Stich gelassen. Die Hintermannschaft um die Innenverteidiger Matthias Ginter und Marc Bartra war in vielen Situationen orientierungslos.

Hartmann verpasst 4:1 nur knapp

Allein Lukas Hinterseer hätte dem BVB schon vor der Halbzeit den K.o. versetzen können (13./36.), das 0:2 zur Pause war aus Dortmunder Sicht sogar noch schmeichelhaft.

Nicht ohne Grund stellte Ginter nach dem Spiel bei Sky fest: "Die erste Halbzeit war mit das schlechteste, was ich generell mit einer Mannschaft gespielt habe."

Kurz nach dem 3:1 traf Moritz Hartmann zudem den Pfosten des Dortmunder Tores (61.).

Die Schanzer wirkten keineswegs wie eine Mannschaft, die seit immerhin zwölf Bundesliga-Spielen nicht mehr gewonnen und dabei nur läppische zwei Punkte geholt hatte, den bisher letzten am 1. Spieltag in dieser Saison beim 1:1 in Hamburg. (Tabelle der Bundesliga)

Das Einzige, was sich die Ingolstädter vorwerfen mussten, war die mangelnde Chancenverwertung - und die entscheidende Unaufmerksamkeit in der Nachspielzeit, als Pulisic nach Glanzparade von FCI-Keeper Orjan Nyland gegen Lukasz Piszczek am schnellsten reagierte.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel